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Zahl der neuankommenden Flüchtlinge gesunken

von Jan Borner


Das Land Niedersachsen hat die wöchentlichen Verteilungen auf die Kommunen reduziert. Symbolfoto: Archiv
Das Land Niedersachsen hat die wöchentlichen Verteilungen auf die Kommunen reduziert. Symbolfoto: Archiv Foto: Jan Borner

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23.03.2016




Kreis. Nachdem die Balkanroute faktisch dicht gemacht wurde, kommen auch deutlich weniger Flüchtlinge im Landkreis Wolfenbüttel an. Das Land Niedersachsen hat die wöchentlichen Verteilungen auf die Kommunen reduziert.

"Insgesamt befinden wir uns derzeit in einer eher ruhigen Phase", erklärt Kornelia Vogt, Pressesprecherin des Landkreises Wolfenbüttel gegenüber unserer Online-Tageszeitung. "Die Zahlen der Menschen, die zu uns kommen, sind im Vergleich zu den Vormonaten rückläufig, insbesondere aufgrund der allgemein bekannten Situation an den europäischen Grenzen", berichtet sie. Das Land Niedersachsen habe auf die rückläufigen Zahlen bereits reagiert und in einem Schreiben an die Kommunen erklärt: „In den letzten vier Wochen haben sich die Zugangszahlen auf einem Niveau entwickelt, das sich im Vergleich zu den Vormonaten als deutlich geringer darstellt. Dies erlaubt es, das Maß der wöchentlichen Verteilungen auf die Kommunen erneut zu reduzieren“. Entsprechend habe das Land also die Laufzeit für die festgesetzte Verteilquote von Ende April auf Ende Juli dieses Jahres verlängert, erklärt Kornelia Vogt. Für den Landkreis Wolfenbüttel bedeute dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt, dass er bis zum 31. Juli noch 346 Menschen aufzunehmen und unterzubringen hat.

Landkreis will flexibel bleiben


Nach aktuellen Rechnungen der Kreisverwaltung, die sich auf den 7. März als Stichtag beziehen, leben 1.856 geflohene Menschen im Landkreis Wolfenbüttel. Das sind nach Angaben des Landkreises knapp 130 Menschen mehr als Ende Januar. "Da zurzeit nicht absehbar ist, wie sich die Gesamtsituation entwickeln wird, stellt sich der Landkreis flexibel darauf ein, künftig auch wieder mehr Menschen bei sich aufzunehmen, unterzubringen und zu betreuen", so Kornelia Vogt.


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