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Flüchtlings-Wohnstandorte sollen alternativ genutzt werden



Braunschweig

Flüchtlings-Wohnstandorte sollen alternativ genutzt werden


Einige der ursprünglich für Flüchtlinge vorgesehenen Gebäude werden dem allgemeinen und studentischen Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt. Die Unterkunft in Bienrode soll weiterhin für Flüchtlinge genutzt werden. Foto: Nick Wenkel
Einige der ursprünglich für Flüchtlinge vorgesehenen Gebäude werden dem allgemeinen und studentischen Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt. Die Unterkunft in Bienrode soll weiterhin für Flüchtlinge genutzt werden. Foto: Nick Wenkel Foto: Archiv

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Braunschweig. Da die Zuweisungszahlen niedriger sind als zunächst erwartet, sollen die ursprünglich für Flüchtlinge vorgesehenen Gebäude in Hondelage, Lamme, Ölper und der Nordstadt anderweitig genutzt werden. Das hat der Rat am Dienstag auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen.



Oberbürgermeister Ulrich Markurth erklärte dazu: „Das kommt dem angespannten Braunschweiger Wohnungsmarkt zugute und mit den neuen Studentenwohnheimen in Ölper und der Nordstadt können wir die Wohnsituation der Studentinnen und Studenten in unserer Stadt verbessern.“

Wohnraum für Braunschweig schaffen


Die Standorte Ölper und Nordstadt sollen dem Studentenwerk Ostniedersachsen zur Verfügung gestellt werden. In Ölper sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Brückenkurs für Geflüchtete“ gemeinsam mit Studenten der Technischen Universität Braunschweig wohnen. Am Standort in der Nordstadt ist studentisches Wohnen vorgesehen. Hier können auch anerkannte Flüchtlinge, die in Braunschweig studieren wollen, eine Wohnung anmieten. Die Standorte in Hondelage und Lamme sollen dem allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Die Bewirtschaftung soll durch die Nibelungen-Wohnbau-GmbH erfolgen. Auch hier ist eine Anmietung der Wohnungen durch anerkannte Flüchtlinge möglich.

Drei Unterkünfte bleiben für Flüchtlinge


Insofern ist an den vier genannten Standorten eine Mischnutzung möglich. Die Standorte in Melverode, Bienrode, Gartenstadt und Gliesmarode werden wie ursprünglich vorgesehen zur Unterbringung der noch nicht anerkannten Flüchtlinge genutzt. Das gesamte Konzept ist darauf ausgelegt, möglichst flexibel auf Veränderungen bei den Zuweisungszahlen von Flüchtlingen reagieren zu können, weshalb beispielsweise in den Studentenwohnheimen Kündigungsfristen von drei Monaten vereinbart werden.

Bereits am 21. März hatte der Verwaltungsausschuss, vorbehaltlich der Zustimmung des Rates zum Nutzungskonzept, die Details der Vermietung beschlossen. So sollen in der Mendelssohnstraße in der Nordstadt 56 Wohnheimplätze entstehen, im Biberweg in Ölper werden es 50. In Hondelage entstehen 23 Wohneinheiten und in Lamme 26 – aufgeteilt in Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. Die Steuerung der Vermietung soll über die im Städtischen Fachbereich Soziales und Gesundheit neu eingerichtete „Zentrale Stelle für Wohnraumhilfe“ gemeinsam mit der Nibelungen-Wohnbau-GmbH erfolgen. An beiden Standorten soll eine angemessene Anzahl an Probewohnverhältnissen eingerichtet werden. Insgesamt wird eine soziale Ausgewogenheit in der Belegung angestrebt.


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