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Fortbildung für Lehrkräfte zu Konflikten im Internet


Moritz Becker vom medienpädagogischen Verein Smiley e.V., Hannover referiert zu Konflikten unter Schülern im Netz. Foto: Landkreis Peine
Moritz Becker vom medienpädagogischen Verein Smiley e.V., Hannover referiert zu Konflikten unter Schülern im Netz. Foto: Landkreis Peine Foto: Landkreis Peine

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11.03.2016


Peine. Leider kommt es immer wieder zu Konflikten, in denen das Internet eine wichtige Rolle spielt. Viele dieser Konflikte wirken sich auf den Schulalltag aus oder haben teilweise sogar dort ihren Ursprung.


Heike Kubow vom Kinder- und Jugendschutz des Landkreises Peine: „Viele Lehrkräfte kennen diese Situationen:
Zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn stehen im Lehrerzimmer aufgeregte Eltern mit einem ausgedruckten Chatverlauf in der Hand, in dem offensichtlich das eigene Kind beleidigt wird und erklären, dass dies Cybermobbing sei.
Ein Mädchen oder ein Junge sitzt weinend vor der Schule und traut sich nicht, seinen Klassenkameraden vor die Augen zu treten, weil ein peinliches Bild der betroffenen Person auf Schülerhandys kursiert.
Es kommt zu einem Streit im Klassenchat bei Whatsapp, der bis um drei Uhr nachts aufs Bitterste geführt wird – mit der Folge, dass die Klasse am Folgetag nicht mehr miteinander umgehen kann. Der textbasierte Konflikt der Nacht eskaliert im Klassenraum.
Wie kann die Schule hier reagieren?“

Dieser Frage gingen 20 Lehrkräfte und Sozialarbeiter aus den kreiseigenen Schulen in einer Veranstaltung des Kinder- und Jugendschutzes des Landkreises Peine nach.

Als Referent war Moritz Becker vom medienpädagogischen Verein Smiley e.V. aus Hannover eingeladen worden. Anhand von ausführlichen Fallbeispielen erläuterte er sinnvolle Interventionsmöglichkeiten. Thematisiert wurden dabei beispielsweise der Umgang mit Opfern und Tätern, rechtliche Aspekte, professionelle Hilfe von außen und das Einschalten der Polizei.
„Leider beschäftigt uns die negative Seite der digitalen Medien immer mehr“, erläutert Kubow, „umso wichtiger ist es, sich damit auseinanderzusetzen und Pädagogen in die Lage zu versetzen, darauf adäquat reagieren zu können.“
Aufgrund der positiven Resonanz ist für den Herbst eine Wiederholung der Veranstaltung in Planung.


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