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Fotografen zeigen "Verlassene Orte" auf Ausstellung im Rathaus

von Alexander Panknin


Auf der Fotoausstellung gab es schaurig schöne Orte zu sehen. Foto: Alexander Panknin
Auf der Fotoausstellung gab es schaurig schöne Orte zu sehen. Foto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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08.02.2017

Gifhorn. Auf der gestrigen Ausstellungseröffnung präsentierte die Arbeitsgemeinschaft Fotografie der Kreisvolkshochschule ihre Arbeiten zum Thema "Verlassene Orte". Die Bilder der Fotografen zeigten die Ästhetik der Vergänglichkeit und zogen damit die Besucher in ihren Bann.


Die Arbeitsgemeinschaft Fotografie (Foto AG) der Kreisvolkshochschule Gifhorn präsentiert jährlich eine Ausstellung im Gifhorner Rathaus. In diesem Jahr haben die Mitglieder das Thema "Verlassene Orte“ gewählt und es fotografisch und künstlerisch umgesetzt.

"Die Fotografien sind wie Fenster, durch die man die verlassenen Orte anschaut. Man sieht sie mit den Augen des Fotografen, als Beobachter, als Betrachter, ohne dass man sie betreten muss. Sie bleiben ungestört, verlassen und offenbaren uns ihren morbiden Charme." - Motto der Ausstellung


v.l.n.r. Katja Huchel, Bernd Kolmer, Norbert Döler, Erster stellvertretender Bürgermeister Thomas Reuter Foto: Alexander Panknin



Zur Eröffnung hielt der erste stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Thomas Reuter, eine kurze Rede und stimmte auf die Thematik ein. Er offenbarte dabei auch seine persönliche Leidenschaft zur Fotografie, es sei besonders seine berufliche Funktion als Pressesprecher der Polizei, die ihn dazu gebracht habe. Bilder von Tatorten würden teilweise ganz ähnliche Ansprüche an den Fotografen stellen, wie es auch bei den Motiven der Ausstellung der Fall sei.

Im Anschluss rundeten Katja Huchel und Norbert Döler den Vortrag ab, erzählten von den Hintergründen der Ausstellung und warum man sich zu diesem Thema entschieden hätte. Es gäbe Menschen, die sich von der düster anmutenden Erscheinung dieser Orte abschrecken ließen. Doch die "Lost Places", wie sie in Kennerkreisen heißen, würden die Welt der Fotografie schon länger beschäftigen. Faszinierend dabei sei auch das fehlen jeglicher Interpretation. Die Bilder führen den Betrachter in eine Welt, ohne ihn dabei etwas vorzugeben. Anders, als es zum Beispiel im Film der Fall sei.

Fotografen stehen für Fragen bereit


Nach den Reden wurde die Ausstellung offiziell für eröffnet erklärt. Daraufhin konnten Besucher sich in aller Ruhe die 37 Werke der Fotografen von verlassenen Orten aus aller Welt anschauen. Dies sei auch ein Novum, wie Norbert Döler erklärte. In bisherigen Ausstellungen hätte man sich auf Bilder aus der Region beschränkt. Doch es ginge ja gerade darum, nicht die immer gleichen, schönen Landschaften und frohen Feste zu zeigen. Hier stünden Orte im Fokus, die eine ganz eigene Welt widerspiegelten. Eine menschenverlassene Welt, die sich die Natur wieder zu Eigen machen würde.


"Vergessener Ort" von Fotograf Bernd Kolmer Foto:



Die Werke sind eine Auswahl von insgesamt circa 90 Bildern. Um ihnen angemessenen Raum zu geben, sei es notwendig gewesen eine Auswahl zu treffen. Gezeigt werden nun also die Verlassenen Orte von zehn verschiedenen Fotografen. Das Bildvon Bernd Kolmer ist auch das offizielle Aushängeschild für das Projekt. Viele der Beteiligten waren bei der Ausstellung auch selbst vor Ort und standen den Besuchern für Fragen zur Entstehung der Werke zu Verfügung.

Die Ausstellung selbst hat eine eigene Internetseite. Hier sollen ab dem 1. März auch sämtliche Werke veröffentlicht werden. Wessen Neugier allerdings bereits geweckt ist, der kann bis dahin die"Verlassenen Orte" an vielen Tagen im Atrium des Rathauses in Gifhorn bestaunen (Termine).

Bilder von der Eröffnung


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