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Frank Oesterhelweg zu Besuch bei Viebrockhaus



Wolfenbüttel

Frank Oesterhelweg zu Besuch bei Viebrockhaus


Frank Oesterhelweg (li.) und Gudrun Pieper (Mitte) zu Besuch bei Viebrockhaus in Bad Fallingbostel. Foto: privat
Frank Oesterhelweg (li.) und Gudrun Pieper (Mitte) zu Besuch bei Viebrockhaus in Bad Fallingbostel. Foto: privat Foto: privat

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Bad Fallingbostel. Nachhaltigkeit ist oft ein sehr abstraktes Thema. Wie sie in einem Unternehmen ganz praktisch umgesetzt wird, das wollten die beiden niedersächsischen Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg und Gudrun Pieper (Wahlkreis Walsrode) erfahren. Deshalb besuchten sie den Musterhauspark von Viebrockhaus, einem Hersteller von Energiesparhäusern.



Die Abgeordneten Pieper und Oesterhelweg interessierten sich für die konkreten Aspekte des Nachhaltigkeits-Engagements von Viebrockhaus. So erfuhren sie, dass alle Printprodukte (Kataloge, Baubeschreibungen, Preislisten etc.) nur auf Papieren aus nachhaltiger Forstwirtschaft nach FSC-Standard (Forest Stewardship Council) gedruckt und durch die nahegelegenen Heide-Werkstätten in einem extra neu geschaffenen Anbau des Musterhausparks versandfertig konfektioniert werden. Ein weiterer Nachhaltigkeits-Baustein: Alle Viebrockhäuser in den sechs Musterhausparks in Deutschland sowie die Bauhöfe und Büros werden zu 100 Prozent mit Öko-Strom (aus erneuerbaren Energien) versorgt und nur noch mit LED’s beleuchtet. Vor allem aber ist Viebrockhaus als Vorreiter beim Bau nachhaltiger Häuser bundesweit anerkannt und vielfach ausgezeichnet worden, so zum Beispiel mit dem Platin-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB).

Uneinheitliche Regelungen bei Baurecht, Gewerbesteuer und Bauanträgen


Im Gespräch mit den beiden Parlamentariern wurden aber auch Themen diskutiert, die sowohl Bauherren als auch Bauunternehmen das Leben schwer machen. Bauvorschriften beziehungsweise Bebauungspläne müssten dringend vereinfacht und vor allem bundesweit vereinheitlicht werden, forderte Viebrockhaus-Vertriebsvorstand Klaus Stützer. Dass jedes Bundesland in diesem Bereich unterschiedliche Regelungen hätte, sei ein ständiges Ärgernis und ein völlig unnötiger Aufwand für jeden deutschlandweit tätigen Haushersteller.


Ebenfalls uneinheitlich, aber permanent steigend, sei die Grunderwerbssteuer in den verschiedenen Bundesländern. Sie wird fällig für das erworbene Grundstück. Wird allerdings ein Grundstück mit darauf stehendem Haus erworben, wird sie auf den Gesamtpreis (Grundstück + Haus) fällig. Wird ein Grundstück eines Dritten vom Haushersteller an die Bauherren für den Hausbau nur vermittelt und vom Bauherren dem Grundstückseigentümer abgekauft, um darauf sein Haus zu bauen, erheben die Finanzbehörden oft nachträglich eine Grunderwerbssteuer auf die Summe aus Grundstückspreis und Hauspreis, obwohl beides unabhängig voneinander erworben wurde. So kommen schnell einmal über 12.000 Euro zusätzliche Steuerzahlungen auf die Bauherren zu.

Ein drittes Ärgernis, so Klaus Stützer, seien die teilweise sehr langen Bearbeitungszeiten für Bauanträge. Dadurch würden nicht nur verbindliche Planungen der Bauherren für ihre Finanzierung, Mietvertragskündigung, den Umzug und vieles mehr verhindert, sondern auch die Koordination der Baubeginne und Handwerkereinsätze für die Unternehmen erschwert. Hier regte Klaus Stützer eine einheitlich Bearbeitungszeit pro Bauantrag von maximal zwölfWochen an.

Die beiden Landtagsabgeordneten bedankten sich für die offene Diskussion und versprachen, diese berechtigten Anliegen in den politischen Meinungsbildungsprozess einzubringen.


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