Peine

Frank Witt vom Evangelischen Trauerhaus erklärt Ewigkeitssonntag


Frank O. Witt, der Leiter des Evangelischen Trauerhauses in Peine, informiert über den Totensonntag oder Ewigkeitssonntag. Foto: Kirchenkreis Peine
Frank O. Witt, der Leiter des Evangelischen Trauerhauses in Peine, informiert über den Totensonntag oder Ewigkeitssonntag. Foto: Kirchenkreis Peine Foto: Kirchenkreis Peine

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21.11.2017

Kreis Peine. Zum Jahr des 500. Jubiläums der Reformation informiert der Kirchenkreis Peine über die christlichen Feiertage. Diesmal geht es um den Ewigkeitssonntag.


Dazu führt Frank O. Witt, der Leiter des Evangelischen Trauerhauses in Peine, Folgendes aus: "Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in den evangelischen Kirchen in Deutschland und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist, seit 1816 der preußische König Friedrich Wilhelm III. den Termin festsetzte, der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Als einer der stillen Tage ist er besonders geschützt: Es gilt das „Tanzverbot“, das viele öffentliche Veranstaltungen zur Unterhaltung verbietet, insbesondere solche in Räumen mit Schankbetrieb. Aus diesem Grunde wird meist auch mit der Weihnachtsbeleuchtung und den Weihnachtsmärkten erst in der Woche vor dem ersten Advent begonnen.

Ich bin die Auferstehung und ich bin das Leben


Nach christlichem Glauben schenkt Gott das Leben und er behält es zugleich in seiner Hand. Eines Tages beendet der Tod jeden irdischen Lebensweg. Er reißt einen Menschen aus der Gemeinschaft mit seiner Familie und seinen Freunden. Doch für Christen gibt es die Perspektive der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten: „Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und ich bin das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“. Eine kirchliche Trauerfeier und Bestattung sind Möglichkeiten, den Abschied zu gestalten und die Hinterbliebenen zu begleiten. Ein Grab gibt der Trauer einen Ort. Viele Angehörige schmücken die Gräber ihrer Verstorbenen mit Gestecken oder Blumen, auch die aus dem katholischen Brauchtum zu Allerheiligen stammenden Laternen, Kerzen oder Grablichte sind als Zeichen der Hoffnung oft zu sehen.

Über das individuelle Totengedenken hinaus werden am Ewigkeitssonntag in vielen Gemeinden die Namen der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres verlesen, mancherorts gibt es eigens Andachten oder Gottesdienste auf Friedhöfen. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten oft auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Aufgrund der fixen Lage des vierten Adventssonntages vor dem 25. Dezember kann der Ewigkeitssonntag nur auf Termine vom 20. bis zum 26. November fallen."


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