Freiwillige Feuerwehr Braunschweig kocht für Bedürftige

Die 300 Portionen Mittagessen wurden von der Logistikkomponente des Zuges an vier Braunschweiger Einrichtungen verteilt, die sich um die Belange von Bedürftigen kümmern.

Von links: Ralf Bellger (stell. Zugführer), Sascha Gyukin (Zugführer), Martin Sell (Stellv. Feldkoch) und Peter-Wilhelm Uken (Feldkoch).
Von links: Ralf Bellger (stell. Zugführer), Sascha Gyukin (Zugführer), Martin Sell (Stellv. Feldkoch) und Peter-Wilhelm Uken (Feldkoch). Foto: Feuerwehr

Braunschweig. Am gestrigen Samstag hat der Fachzug „Versorgung, Verpflegung und Logistik“ der Freiwilligen Feuerwehr mit Unterstützung von diversen Braunschweiger Sponsoren für bedürftige Bürgerinnen und Bürger gekocht. Hintergrund dieser Aktion war ein realistischer Test der neuen Abläufe und Organisationsstrukturen des Fachzuges. Die 300 Portionen Mittagessen wurden pünktlich um 11.30 Uhr von der Logistikkomponente des Zuges an vier Braunschweiger Einrichtungen verteilt, die sich um die Belange von Bedürftigen kümmern. Dies waren neben dem Diakonietreff Madamenhof, der Diakonischen Gesellschaft in der Münchenstraße und dem Tagestreff Iglu auch das Mütterzentrum Braunschweig in der Hugo-Luther-Straße. Dies teilt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit.


Bereits in den frühen Morgenstunden hätten insgesamt 27 Feuerwehrfrauen und -männer mit der Zubereitung der fast 300 Mahlzeiten an ihrem Standort in der Eisenbütteler Straße begonnen. Neben Geflügelgeschnetzeltem mit Spätzle, das auf dem Feldkochherd zubereitet wurde, habe auch ein vegetarisches Menü mit Gemüse und Reis auf der Speisekarte gestanden. Verantwortlich für die Qualität der Speisen wären dabei Feldkoch Peter Wilhelm Uken und sein Stellvertreter Martin Sell gewesen.

Zugführer Sascha Gyukin hat den Hintergrund der Kochaktion erläutert: „Wir haben in den letzten Monaten diverse organisatorische Veränderungen vorgenommen und Abläufe optimiert. Aber alle internen Maßnahmen müssen irgendwann einmal unter realen Bedingungen und unter Volllast getestet werden. Mithilfe von Braunschweiger Firmen, die uns sowohl die Zutaten für die Menüs, als auch die Getränke und ein kleines Dessert gesponsort haben, können wir heute prüfen, ob alles, wie theoretisch geplant, auch in einem realen Einsatz funktioniert. Und gleichzeitig können wir Gutes für diejenigen Menschen unter uns tun, die es aktuell nicht so leicht haben. Das war allen Kameradinnen und Kameraden wichtig.“

Soziales Engagement unter Beweis gestellt


Auch Jutta Schmidt und Rita Dippel als Vertreterinnen der Einrichtung, hätten sich über das gelieferte Essen und die ebenfalls gelieferten Kaltgetränke, Kaffeepulver und frischen Muffins gefreut. „Es wollen heute ganz viele Menschen kommen, die sich schon auf das Essen der Feuerwehr freuen“, berichtet Rita Dippel. Jutta Schmidt ergänzt: „Wir bieten hier ein niedrigschwelliges Angebot für alle Bevölkerungsschichten. Daher kommen auch heute Familien mit Kindern, Alleinlebende und Senioren zu dieser schönen Aktion der Freiwilligen Feuerwehr.“

Auch Stephan Kadereit, erster Stellvertretender Stadtbrandmeister, habe das besondere Engagement des Fachzuges gelobt. „Hier wurde heute das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden. Neben der Überprüfung der Einsatzbereitschaft dieses, insbesondere bei großen Schadenslagen, so wichtigen Zuges konnte die Freiwillige Feuerwehr Braunschweig einmal mehr ihr besonderes soziales Engagement unter Beweis stellen“, resümiert er.

Insbesondere die Pandemiesituation habe die Lage vieler Menschen in schwierigen Situationen noch weiter verschärft, weiß Kadereit. Daher habe die Feuerwehr Braunschweig die Idee des Fachzuges, einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation dieser Menschen beizutragen, sehr unterstützt. Kadereit habe auch den acht Braunschweiger Firmen, die auf Anfrage von Sascha Gyukin die benötigten Zutaten schnell und unkompliziert kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. Ohne diese Unterstützung hätte das Kochen für Bedürftige nicht stattfinden können, so Kadereit.


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