Goslar

Freiwilligendienst beim NABU: Noch Plätze frei

Wer ein Faible für Flora und Fauna hat und sich beruflich orientieren möchte, kann beim NABU fündig werden.

Bundesfreiwillige helfen am Infostand für das Volksbegehren Artenvielfalt.
Bundesfreiwillige helfen am Infostand für das Volksbegehren Artenvielfalt. Foto: NABU/Kreisgruppe Goslar

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22.07.2020

Goslar. Seit Mai 2011 wurde der Zivildienst in Deutschland durch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) abgelöst. Anders als beim Freiwilligen Ökologischen Jahr gibt es dabei keine Altersgrenze, nur die Vollzeitschulpflicht muss erfüllt sein. So können auch Berufstätige, die sich umorientieren möchten oder Senioren eine sinnvolle Tätigkeit ausüben. Diese wird mit einem monatlichen Taschengeld vergütet. Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes wird es beim NABU Goslar demnächst wieder Stellen für Menschen, die sich für den Naturschutz interessieren, geben. Dies berichtet der NABU Goslar.


Zwei neue Bufdis gesucht


Ab August werden hier mindestens zwei Bundesfreiwillige gesucht. Außerdem wird es im Januar 2021 weitere Plätze geben. Auf die Interessierten wartet ein breites Spektrum an Aufgaben rund um den Naturschutz. Dazu gehören zum Beispiel Arbeitseinsätze zur Biotoppflege auf den Flächen, die von der örtlichen NABU-Gruppe betreut werden.
Eines der größten Projekte ist die Fortuna Alm in der Nähe von Groß Döhren. Das Gelände gehörte einst zur ehemaligen Eisenerz-Grube Fortuna und ist seit 1990 im Besitz des NABU. Heute haben sich auf der renaturierten Fläche wieder viele seltene Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Die Streuobstwiese wird von den Galloway-Rindern des Landwirts Kai Gliese aus Othfresen beweidet und auf weiteren vier Hektar wird natürliche Biotoppflege durch Schafe betrieben. Aber es gibt auch viele Tätigkeiten, die zum Schutz des Biotops von Menschenhand vorgenommen werden müssen.

„Körperliche Fitness und Interesse für Natur- und Artenschutz sind gute Voraussetzungen für die Bewerber“, sagt Josefine Beims, Leiterin der NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen. Wer zusätzlich noch einen grünen Daumen hat und vielleicht sogar Vorkenntnisse im Garten- und Landschaftsbau oder aus einem anderen naturwissenschaftlichen Bereich mitbringt, ist hier genau richtig. „Fachliche Vorkenntnisse sind aber keine Bedingung für eine Bewerbung.“ Es werden vor allem engagierte Personen gesucht, die sich mit dem Leitbild des Naturschutzbundes identifizieren können.

Aufgabenbereich


Weitere Aufgabenbereiche finden sich, neben den Einsätzen auf der Fläche, zudem in administrativen Tätigkeiten in der Geschäftsstelle der NABU Kreisgruppe Goslar e.V. Darunter fallen die Mithilfe bei Büroarbeiten rund um die Projekte, aber auch die Aktualisierung der Internetseite sowie die Betreuung des Auftritts in sozialen Medien.

Aktuell ist Andreas Becker einer von drei Bufdis. Andreas ist bereits im Ruhestand und absolviert einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst beim NABU. „Unter Anleitung von erfahrenen Landschaftspflegern erlernt man auch ohne Vorkenntnisse sehr schnell alles Notwendige für die typischen Arbeiten in den Biotopen. Die Einsätze in der Natur sind mein Highlight, zumal ich vorher überwiegend im Büro gearbeitet habe“, schwärmt Andreas, ohne lange zu zögern.

Wer den NABU Goslar und die Fortuna Alm kennenlernen möchte, kann beim Tag der Rehkitzretter am Samstag, den 25. Juli ab 11 Uhr auf dem Gelände der Grube Fortuna vorbeischauen und sich ein Bild von der Kreisgruppe und ihren Projekten machen.

Interessierte für den Bundesfreiwilligendienst können sich außerdem zu den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr unter 05321 469 3682 oder per E-Mail unter info@nabu-goslar.de melden.


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