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Friedhofskapelle in Leinde seit Jahren ohne Strom



Wolfenbüttel

Friedhofskapelle in Leinde seit Jahren ohne Strom

von Jan Borner


Kristina Johns vom Kirchenvorstand, Pastorin Katharina Pultke und Ortsbürgermeister Horst Prediger an der Wasserpumpe vor der Kapelle in Leinde. Foto: Jan Borner
Kristina Johns vom Kirchenvorstand, Pastorin Katharina Pultke und Ortsbürgermeister Horst Prediger an der Wasserpumpe vor der Kapelle in Leinde. Foto: Jan Borner Foto: Jan Borner

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Leinde. In der Friedhofskapelle in Leinde gibt es keinen Strom. Neu ist das allerdings nicht, schließlich ist das schon seit den 70er Jahren der Fall. Jetzt soll sich das aber ändern. Der Ortsrat Leinde, Ortsbürgermeister Horst Prediger, Pastorin Katharina Pultke und Kristina Johns vom Kirchenvorstand suchen nach Möglichkeiten, um das Problem mit dem Strom zu lösen. 

Die Friedhofskapelle von Leinde liegt etwas außerhalb der Ortschaft an der B248. Seitdem sie in den 70er Jahren errichtet wurde, ist die Kapelle ohne Strom, berichtet Ortsbürgermeister Horst Prediger. Allerdings sorgt das seit einiger Zeit immer wieder für Beschwerden. So müssten bei Predigten zuweilen auch schon mal Taschenlampen aushelfen, erklärte der Ortsbürgermeister. Das größte Problem sei allerdings die Wasserpumpe vor der Kapelle. Hier können Besucher des Friedhofes Wasser holen, um die Blumen an den Gräbern zu gießen. Die Pumpe muss aber per Hand betrieben werden, was für viele Friedhofsbesucher sehr anstrengend sei. Mit einer elektrischen Pumpe könnte diese Problematik natürlich leicht gelöst werden.

Anbindung an das Stromnetz


Das Problem ist nur, dass die Anbindung der Kapelle an das Stromnetz keineswegs einfach ist. Eine Möglichkeit wäre es, eine Stromleitung von der gegenüberliegenden Firma aus zu legen. Da diese aber auf der anderen Seite der B248 liegt, müsste dafür wohl unter der Bundesstraße gebuddelt werden, was sich nicht so einfach ausführen lasse, erklärte der Ortsbürgermeister. Bei der anderen Variante, eine Stromleitung von Leinde aus zu legen, sei hingegen die Bahntrasse im Weg. Bisher seien die Versuche auf diese Weise Strom in die Kapelle zu bekommen, immer daran gescheitert, berichtet Prediger. Deswegen kamen nun neue Überlegungen ins Spiel.

Selbstversorgung


Zwei Ideen stünden derzeit zur Diskussion, so der Ortsbürgermeister und beide würden dafür Sorgen, dass die Kapelle sich mehr oder weniger selbst mit Strom versorgt, entweder mit einer Photovoltaik Anlage auf dem Dach, oder mit einem eingebauten Stromaggregat. Ob eine dieser beiden Varianten das Stromproblem lösen kann, wird sich noch zeigen müssen.


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