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Frühe Hilfen: Ausreichendes Angebot für künftige Eltern?

von Nick Wenkel


Gerade das unzureichende Angebot im ländlichen Raum, bereitet der Verwaltung Sorge. Symbolfoto: Pixabay
Gerade das unzureichende Angebot im ländlichen Raum, bereitet der Verwaltung Sorge. Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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15.02.2017

Wolfenbüttel. Wie dem Tätigkeitsbericht der Netzwerkkoordination im Rahmen des Jugendhilfeausschusses hervorgeht, besteht weiterhin ein Bedarf an Frühe Hilfen in ländlichen Region, insbesondere an qualifizierten Familienhebammen.



Demnach treten laut Roger Röttger, Zuständiger für die Planung und Steuerung im Landkreis, die Problem größtenteils im ländlichen Raum Wolfenbüttels auf. Während die Innenstadt durch Projekte, wie „Großeltern auf Zeit" oder dem „Café Kinderwagen" bereits einen Fortschritt in der frühen Hilfe vorweisen kann, sei in den sechs Landkreis-Gemeinden kein ausreichendes Angebot vorhanden. Lediglich der Treff D25 in Schladen habe sich nach Anfangsschwierigkeiten mittlerweile als gute Maßnahme etabliert. Neben den weiteren Programmen in Sportvereinen oder Krabbelgruppen, seien aber weitere Projekte geplant.

Junge Familien unterstützen


Für werdende Eltern werde zum Beispiel ein Elterncafé entwickelt, in dem an Abendvorstellungen der Fokus auf die neue Rolle als Vater oder Mutter liegt. Zusätzlich bekämen die künftigen Eltern Informationen über soziale Leistungen, wie man diese erhält und wo die Anträge eingereicht werden müssen. Vorstellbar wäre eine Umsetzung im Anschluss des„Café Kinderwagen". Laut Röttger wurden auch die Baby-Begrüßungspaket bisher sehr gut aufgenommen.

Probleme bestehen jedoch weiterhin bei dem Angebot der Familienhebammen. Wie Röttger erklärt, wäre der Bedarf deutlich höher als zu realisierende Angebot. Zum einen sei dies den zu hohen Kosten geschuldet. Er hofft, dass sich die Verwaltung der Sache bald annimmt und die Maßnahmen auch finanziell unterstützt. Vorstellbar wäre es beispielsweise, die Hebammen mit pädagogischen Helfern zu unterstützen. Gerade in den jeweiligen Einsatzsituationen sei die Qualifikation oft nicht ausreichend, was oft an dem zu hohen Hilfebedarf liegt.


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