Frühling in Sicht? Was Bauernregeln über das Wetter verraten

Manch einer hofft angesichts der verschneiten Landschaft schon auf einen baldigen Frühlingsbeginn. Erste Anhaltspunkte über das kommende Wetter könnte ein Blick in die Bauernregeln liefern.

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Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Sabine Pölzl

Region. Der Winter hat die Region derzeit voll im Griff. Nachdem es bereits zum Monatsbeginn die ersten Flocken gegeben hatte, hat Tief Elli am Freitag Norddeutschland die stärksten Schneefälle seit Jahren beschert. Das Wegschaufeln von Schnee und rutschige Straßen gehören derzeit zur Tagesordnung – wenig verwunderlich also, dass sich viele Menschen langsam aber sicher nach dem Frühling sehnen. Doch ist diese Hoffnung berechtigt? regionalHeute.de blickt auf die Bauernregeln zum Thema.



Bauernregeln bieten den Menschen seit Jahrhunderten Orientierung beim Wetter. Vor allem in der Landwirtschaft waren sie wichtig, um mittelfristige Witterungsverhältnisse einschätzen zu können und beispielsweise die Ernte danach auszurichten. Sie basieren auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben daher einen wahren Kern, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) schreibt. Zwar seien die Bauernregeln nicht zuverlässig genug, um eine offizielle Prognose daraus ableiten zu können, aber ein erster Trend sei laut DWD manchmal durchaus ablesbar.

Dann ist offiziell Frühlingsbeginn


Offiziell befinden wir uns momentan mitten im Hochwinter – der meteorologische Frühlingsbeginn ist am 1. März, der kalendarische gar erst am 20. März. Doch nicht erst seitdem der Klimawandel so manches Mal auch hierzulande das Wetter durcheinanderbringt, kann in einigen Jahren mit einem zeitigen Frühlingsbeginn gerechnet werden. Doch wie sieht es in diesem Jahr aus?

Das prophezeien die Bauernregeln für die kommende Zeit


Der Januar hat sich bislang schnee- und eisreich gezeigt. Für solch einen winterlichen Jahresbeginn gibt es gleich mehrere Bauernregeln. Eine davon lautet “Je frostiger der Januar, desto freundlicher das Jahr." – glaubt man dieser Regel also, könnte die derzeitige Witterung auf eine durchaus erfreuliche Wetterentwicklung hindeuten. Auch die Bauernregel "Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen." nährt die Hoffnung auf einen zeitnahen Frühlingsbeginn. Selbst für den kommenden Sommer lässt sich nach der Bauernregel “Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.“ ein erster Trend ablesen.

Hundertjähriger Kalender trifft ins Schwarze


Eine weitere Vorhersagemethode ist seit langer Zeit der sogenannte Hundertjährige Kalender. In diesem Jahr hat er sich bereits erstaunlich treffsicher gezeigt: So hat er vom 1. bis 7. Januar 2026 eine große Kälte prophezeit und ab dem 8. Januar Schnee und ebenfalls frostige Temperaturen. Noch bis zum 22. Januar sagt er weiteren Schnee und Regen voraus, doch danach soll gegen Monatsende eine Besserung mit einer milden Phase in Sicht sein.

Verlässliche Prognosen lassen Bauernregeln und Hundertjähriger Kalender wohl nicht zu – angesichts der derzeit vorherrschenden durchaus winterlichen Verhältnisse schüren sie jedoch zumindest ein wenig die Hoffnung darauf, dass der Frühling nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen könnte.