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Führt die Zeitumstellung zu mehr Herzinfarkten?



Wolfenbüttel

Führt die Zeitumstellung zu mehr Herzinfarkten?

von Robert Braumann


Herzinfarkt, Symbolbild, Robert Braumann
Herzinfarkt, Symbolbild, Robert Braumann

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Wolfenbüttel. Am Wochenende wurden in der Nacht wieder die Uhren eine Stunde nach vorne gestellt. Viele sind genervt und eine Studie der DAK weist sogar ein Risiko durch die Zeitumstellung auf. Demnach sollen die Fälle von Herzinfarkten in den ersten drei Tagen nach dem „Stunden-Klau“ steigen.


Von Seiten der DAK heißt es: „Eine statistische Auswertung von Krankenhausdaten der DAK-Gesundheit zeigt: Während normalerweise täglich im Schnitt 45 Personen einen akuten Herzinfarkt erleiden, sind es an den drei Tagen nach der Umstellung auf Sommerzeit 54 – ein Anstieg von 20 Prozent. Männer und Frauen sind etwa gleich betroffen.“ Chefarzt Prof. Dr. Matthias Heintzen vom Braunschweiger Klinikum, hat allerdings erhebliche Zweifel an der Studie und bemerkt, dass diese nicht unumstritten ist. So würde die Studie die Zahl der Krankenhauseinweisung wegen Herzinfarkts an den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung mit den durchschnittlichen Krankenhauseinweisungen über das ganze Jahr vergleichen. Aus anderen Studien gehe aber hervor, dass es am Montag ohnehin zu mehr Herzinfarkten käme. Vergleiche man nun ganze Wochen mit einem Zeitabschnitt Montag bis Mittwoch, gäbe es Verzerrungen. Studien aus verschiedenen Ländern, hatten zudem unterschiedliche Ergebnisse geliefert. Die Datenlage sei demnach nicht wirklich eindeutig. Für Wolfenbüttel, gibt es zudem in diesem Jahr bisher keine Auffälligkeiten und man erwarte diese auch nicht. Das Städtisches Klinikum Wolfenbüttel teilte mit, dass es keine vermehrten Fälle mit Herzinfarkt gegeben habe.


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