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Für bessere Butterpreise: Landwirte demonstrieren vor Aldi



Für bessere Butterpreise: Landwirte demonstrieren vor Aldi

Ziel der Landwirte ist es Erzeugerpreise zu erhalten, mit denen sie nachhaltig und gewinnbringend wirtschaften können.

von Julia Fricke


Die Landwirte wollen bleiben, bis sich etwas ändert.
Die Landwirte wollen bleiben, bis sich etwas ändert. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Schon zum vierten Mal in diesem Jahr haben sich Landwirte aus der Region mit ihren Treckern vor dem Zentrallager von Aldi in Salzgitter-Bad versammelt, um gegen die Senkung der Butterpreise und für höhere Erzeugerpreise zu demonstrieren. Zwischen 15 und 20 Fahrzeuge aus unterschiedlichen Regionen haben sich dazu vor Ort eingefunden. Ziel der Landwirte ist es Erzeugerpreise zu erhalten, mit denen nachhaltig und gewinnbringend gewirtschaftet werden kann. Trotz bereits stattfindenden Verhandlungen mit Aldi habe der Discounter die Butterpreise nochmals um 60 Cent runtergesetzt, wie Steffen Hohnschopp, Landwirt aus Salzgitter vor Ort berichtet.



Normal sei es, dass die Butterpreise vor Weihnachten rauf und nach Weihnachten wieder runtergehen. Jedoch nicht in dieser Höhe, wie Hohnschopp weiter berichtet. "Normal war es immer so, dass die Butterpreise um 20 Cent runtergegangen sind. Das ist normal. Aber nicht vor dem Hintergrund, dass wir in Verhandlungen mit Aldi stehen. Man nimmt nicht 20 Cent, sondern 60. Dass die Preise überhaupt gefallen sind, ist schon eine Unverschämtheit", so Hohnschopp weiter.

"Von der Preiserhöhung ist nichts angekommen"


Von der Erhöhung der Preise vor Weihnachten sei bei den Landwirten jedoch nichts angekommen. "Wir kriegen immer noch die gleichen Erzeugerpreise und Aldi verkauft die Waren teuer im Laden. Die haben eine riesen Gewinnmarge", kritisiert Hohnschopp das Vorgehen des Discounters.



Die Blockaden finden deutschlandweit statt. Ob es zu weiteren Blockaden kommt, hänge von den Verhandlungen ab. "Wir werden so lange hierbleiben, bis etwas passiert. Es geht um unsere Existenz. Wir wollen mit unserer Arbeit unsere Familien ernähren können und das können wir im Moment nicht", so Hohnschopp. Man habe keine echte Wahl. "Wir können nach Hause fahren und pleitegehen oder hierbleiben", so Hohnschopp abschließend.


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