Wolfenbüttel

Für das JFZ geht ein schwieriges Jahr zuende

Für viele junge Menschen ist das Jugendfreizeitzentrum eine Anlaufstelle, um Alltagssorgen zu vergessen. Doch unter Coronabedingungen war der Betrieb nur sehr eingeschränkt möglich.

Gemeinsames Werk ohne Kontakt - Kinder und Jugendliche können den Weihnachtsbaum vor dem Jugendzentrum mit selbst gebasteltem Schmuck behängen. Foto: Stadt Wolfenbüttel/Jugendfreizeitzentrum
Gemeinsames Werk ohne Kontakt - Kinder und Jugendliche können den Weihnachtsbaum vor dem Jugendzentrum mit selbst gebasteltem Schmuck behängen. Foto: Stadt Wolfenbüttel/Jugendfreizeitzentrum Foto: Stadt Wolfenbüttel/Jugendfreizeitzentrum

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18.12.2020

Wolfenbüttel. Auch das Jugendfreizeitzentrum in Wolfenbüttel hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Der bei Kindern und Jugendlichen beliebte Treffpunkt musste bereits im Frühjahr coronabedingt schließen. Das habe eine Lücke im Leben vieler Stammgäste hinterlassen, wie die Stadt Wolfenbüttel nun in einer Pressemitteilung berichtet. Um die zu füllen hätten die Mitarbeiter des JFZs jedoch pandemiegerechte Angebote erfunden.



So hätten etwa selbstgebastelte Wundertüten mit Bastelmaterialien und Rätseln kontaktlos abgeholt werden können, außerdem konnten auf einer Litfaßsäule am JFZ Grüße und Botschaften hinterlassen werden. Stadt- und GPS- Rallyes hätten neben zahlreichen Onlineformaten eine willkommene Abwechslung geboten. Über die Öffnung im Juni mit Hygienekonzept sei die Freude trotz vieler Einschränkungen groß gewesen, so die Stadt.

Seit Ende Oktober sei das Haus als Vorsichtsmaßnahme wieder geschlossen. Dass das unscheinbare Gebäude am Harztorwall doch weit mehr sei, als ein warmer, trockener Ort um zu „chillen“, lasse sich erahnen, wenn man die letzten Tage und Wochen dort vorbeiginge. Verschiedene Mitmachaktionen seien von den Besucherinnen und Besuchern dankbar angenommen worden. Neben einem Adventskalender im Fenster zeugten eine wachsende Anzahl bunt verzierter Steine und ein Beet mit bemalten Holzblumen "von dem Stellenwert der geleisteten pädagogischen Arbeit".

Gerade in Pandemiezeiten sei es für Kinder und Jugendliche wichtig, auch einfach mal jemanden zum Reden zu haben. Normalerweise liefen viele Gespräche über wichtige Themen nebenbei beim Kickern oder Billardspiel. Das sei dieses Jahr allerdings weggefallen. Stattdessen hätten Spaziergänge mit einem Pädagogen um den Stadtgraben stattgefunden, es sei im Freien mit Karten gespielt oder mit klammen Fingern Weihnachtsdeko gebastelt worden. Alles einzeln, mit Maske und Abstand, selbst ungemütliches Wetter sei kein Hindernis gewesen. Auch Videochats bei denen die jungen Leute mit den Mitarbeitern quatschen, herumalbern, spielen und kochen können, seien zumindest ein kleiner Trost, solange das Haus geschlossen bliebe.


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