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Für den Hochwasserschutz: Bäume entlang der Nette werden gefällt



Für den Hochwasserschutz: Bäume entlang der Nette werden gefällt

Die Fällung der dortigen Bäume sei Voraussetzung für die geplante Aufweitung des Flussbettes.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixabay

Landkreis Goslar. Das verheerende Hochwasser im Juli 2017 liegt nun zwar schon einige Jahre zurück, hat von seinem Schrecken aber nichts eingebüßt. Besonders die leidgeplagten Bürgerinnen und Bürger aus Rhüden warten inzwischen ungeduldig darauf, dass die angekündigten Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden. Das förmliche Planfeststellungsverfahren hat bereits diesem Frühjahr 2020 begonnen. Zur Aufweitung des Flussbettes der Nette müssten jedoch einige Bäume gefällt werden. Dies teilt der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung mit.



Der dazu notwendige und gesetzlich vorgeschriebene Erörterungstermin habe trotz steigender Corona-Zahlen bereits im Dezember erfolgt. Bei dem Treffen herrschte Einvernehmen unter allen Teilnehmern. Somit habe der Landkreis nun auch eine wichtige Teilentscheidung treffen können, die das Fällen der Bäume entlang des Nette-Ufers betrifft. Die Fällung der dortigen Bäume sei Voraussetzung für die geplante Aufweitung des Flussbettes. Aufgrund der Schonzeiten im Naturschutz müssten die Bäume bis Ende Februar beseitigt sein. Mitte kommenden Monats solle mit den entsprechenden Arbeiten begonnen werden.

Landrat Thomas werte diese Maßnahme auch als wichtiges Signal in Richtung der Hochwasser geplagten Bürgerinnen und Bürger: „Die Menschen aus Rhüden erwarten zurecht nicht nur bloße Lippenbekenntnisse, sondern konkrete Schritte, die dafür sorgen, dass vergleichbare Ereignisse verhindert werden können.“



Der Ausbau der Nette sollen die Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens in Bornhausen und weitere Vorhaben folgen. Der eigens gegründeten „Hochwasserschutzkooperation Innerste“, die auch die Nebengewässer, wie die Nette und die Schildau im Blick habe, werde künftig die Aufgabe haben, überregionale Maßnahmen zum Hochwasserschutz zu planen und umzusetzen. 80 Prozent der Kosten werden vom Land Niedersachsen getragen.


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