Sie sind hier: Region >

Für schnellere Opferbetreuung - WEISSER RING führt Anwaltsliste ein.



Salzgitter

Für schnellere Opferbetreuung - WEISSER RING führt Anwaltsliste ein.

Qualifizierte Anwälte in der Opferbetreuung werden vom WEISSEN RING in Zukunft in einer Liste geführt um Opfern eine Übersicht zu verschaffen.

Bundesvorsitzende  des WEISSER RINGS Jörg Ziercke
Bundesvorsitzende des WEISSER RINGS Jörg Ziercke Foto: Hermann Recknagel

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Salzgitter. Die Organisation WEISSER RING führt Anwaltsliste ein und zertifiziert qualifizierte Opferanwälte. Das teilt die Organisation des WEISSEN RINGS Salzgitter in einer Presseinformation mit.



„Die Anwaltsliste ist ein Unterstützungsangebot des WEISSEN RINGS für Kriminalitätsopfer, die sich viel zu oft alleingelassen fühlen“, sagt Jörg Ziercke, Bundesvorsitzender Deutschlands größter Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer. Und Markus Müller, Leiter der Außenstelle Salzgitter ergänzt: „In Zukunft finden Kriminalitätsopfer leichter und auf einen Blick qualifizierte Rechtsberatung durch Opferanwälte“. Gerade im Bereich der anwaltlichen Vertretung von Opfern von Straftaten bestünde ein großes Bedürfnis der Betroffenen, fachlich spezialisierte rechtliche Beratung zu finden. Außerdem sei es ein Anliegen von Opferanwälten, ihre fachliche Qualifikation zeigen zu können.

Eine bundesweite Anwaltsliste solle Kriminalitätsopfern deshalb künftig die Suche nach fachkundiger rechtlicher Unterstützung erleichtern. Erstellt und gepflegt wird die Liste vom WEISSEN RING. Darüber hinaus könne der WEISSE RING in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälten die Bezeichnung „Zertifizierter Opferanwalt WEISSER RING“ übertragen.


In die Liste eintragen lassen können sich Anwälte mit entsprechenden theoretischen Kenntnissen und praktischen Erfahrungen in der Vertretung von Opfern von Straftaten. Wer weitere Kenntnisse und Erfahrungen nachweise, könne zudem als „Zertifizierter Opferanwalt WEISSER RING“ anerkannt werden. Die aufgeführten Anwälte sollen zudem Grundlagen der Psychotraumatologie kennen und in Gesprächsführung ausgebildet sein, den Verhaltenskodex des WEISSEN RINGS akzeptieren und sich regelmäßig in geeigneter Weise fortbilden.

Schnellere Opferhilfe - Lücke sollen Fachanwälte füllen


„Opferrechte sind häufig Antragsrechte“, sagt Jörg Ziercke, Bundesvorsitzender des WEISSEN RINGS. „Oft genug müssen Betroffene von Straftaten ihre Entschädigungsansprüche außerdem auf dem Rechtsweg durchsetzen. Wo aber finden sie dafür passende anwaltliche Unterstützung? Bislang gibt es weder eine entsprechende Übersicht noch den schon lange vom WEISSEN RING geforderten Fachanwalt für Opferrechte. Diese Lücke schließen wir jetzt aus unserer Sicht mit der Anwaltsliste und der Zertifizierung für Opferanwälte.“ Der Beratungsscheck, den Opfer für eine anwaltliche Erstberatung ausgestellt bekommen können, sei auch weiterhin bei jedem Anwalt einlösbar, betont Müller dazu. Auch wenn er selbst keine Anwaltsempfehlung aussprechen dürfe, so könne er künftig aber auf diese Liste verweisen.

Interessierte Rechtsanwälte finden die Voraussetzungen und Antragsformulare im Internet unter www.weisser-ring.de/opferanwalt. Dort wird in Zukunft auch die Liste veröffentlicht werden. Kriminalitätsopfer sollen dann beispielsweise per Postleitzahlen-Suche einen qualifizierten juristischen Beistand in der Nähe ihres Wohnorts finden können. Die Übernahme von Anwaltskosten durch den WEISSEN RING bleibt unabhängig von einer Eintragung in die Liste und/oder der Zertifizierung. „Es gilt die freie Anwaltswahl“, betont Jörg Ziercke. „Die Anwaltsliste ist ein reines Unterstützungsangebot für Kriminalitätsopfer, die sich viel zu oft alleingelassen fühlen.“


zur Startseite