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Für Strand und Terrasse: Die Büchertipps der Buchhändler

von Christina Balder



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09.08.2014


Braunschweig. Lesen geht immer, egal ob im Garten oder am Strand in der Sonne oder an Regentagen im Wohnzimmer oder der Ferienwohnung. Wir haben uns in Braunschweiger Buchhandlungen umgehört, welche Bücher besonders empfehlenswert sind. In Teil 1 unserer zweiteiligen Wochenendgeschichte nehmen wir Werke für Erwachsene in den Blick.

Hilke Heimann vom Bücherwurm (Schlossstraße 8) empfiehlt:


"Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" von Robin Sloan

[image=15756]Der arbeitslos gewordene Clay übernimmt die Nachtschicht in einer 24-Stunden-Buchhandlung an, in der eigenartige Menschen ein und aus gehen. Sie kaufen nichts, sondern leihen Bücher aus, die keinen Text, sondern nur Reihen aus Zahlen und Buchstaben enthalten. Es stellt sich heraus, dass das Mitglieder einer Geheimgesellschaft sind, die die Bücher zu entschlüsseln versuchen - auf der Suche nach dem Schlüssel zum ewigen Leben. Auch der Google-Konzern bekommt per Satire einiges ab.

"Das ist ein Buch für Bücherliebhaber, Technikfans und Technikhasser", sagt Hilke Heimann. "Man kann herzlich lachen."

"Monsieur Papon oder Ein Dorf steht kopf" von Julia Stagg

Ein Dorf in den Pyrenäen ist zweigeteilt. Die eine Hälfte will ein britisches Ehepaar unterstützen, das eine Herberge in dem Ort kaufen will. Die andere hält zum Bürgermeister, der dagegen ist - "die Briten sind ja nicht gerade für kulinarische Genüsse bekannt", sagt Heimann. Geschrieben ist das Ganze von einer britischen Autorin, die selbst mehrere Jahre eine Pension in Frankreich betrieben hat. Heimanns Fazit: "Das kann man gut weglesen."

"6 Uhr 41" von Jean-Philippe Blondel

Eine Liebesgeschichte und auch wieder nicht. Cecile und Philippe treffen sich zufällig im Zug um 6 Uhr 41, doch sie sprechen einander nicht an. Sie trauen sich nicht - beide erinnern sich noch an ihre Zeit als Liebespaar vor 20 Jahren. Aus der Innensicht der Beiden wird in der Rückschau die Geschichte ihrer gescheiterten Beziehung erzählt. Heimann: "Eine Liebesgeschichte, ja, aber kein Schmachtfetzen."


Heide-Käthe Büdcher, Buchhandlung Graff, empfiehlt für den Sommer:


[image=15759 size-thumbnail]"Eis" von Ulla-Lena Lundberg

Ein Roman, der am äußersten Zipfel Islands spielt und die Geschichte einer Pastorenfamilie erzählt. "Es passiert ganz wenig in diesem Roman", sagt Büdcher. "Es ist ein Buch der leisen Töne und der sympathischen Charaktere - wir haben es hier alle sehr gerne gelesen." Es sei aber eher für Frauen geeignet, schätzt sie: "Männern wird es zu langweilig sein."

"Die seltsame Berufung des Mr Heming" von Phil Hogan[image=15757]

"Das ist auch etwas für die Männer", sagt Büdcher. Es geht um Mr Heming, einen Immobilienmakler, der ganz klar eine Meise hat. "Er war schon als Kind seltsam und ist es auch als Erwachsener noch", erzählt Büdcher. Er sammelt nämlich die Schlüssel der Häuser, die er vermittelt hat, und schleicht sich mit deren Hilfe in die Häuser. Dort lebt er für kurze Zeit heimlich und unbemerkt das Leben der Bewohner mit. "Ein ganz schräges Buch, sehr kurios", findet Büdcher.

[image=15758]"Von Erholung war nie die Rede" von Andrea Sawatzki

"Prima Sommerliteratur", attestiert Heide-Käthe Büdcher. Es ist die Fortsetzung von "Tief durchatmen, die Familie kommt" - die leidgebeutelte Gundula muss mit ihrer anstrengenden Familie nun auch noch in Urlaub fahren. "Das wird in diesem Sommer ganz viel Erfolg haben", prophezeit Büdcher.


Matthias Noack, Buchhandlung Pfankuch (Burgpassage)


"Die Rosenkriege - Sturmvogel" von Conn Iggulden[image=15761]

"Es ist der Beginn einer Trilogie über die Rosenkriege im 15. Jahrhundert", erzählt Noack. "Ein gut recherchierter historischer Roman, sehr gut, sehr spannend", befindet er.

[image=15762]"Das Dorf der Mörder" von Elisabeth Herrmann

Der Titel verrät es schon: Es ist ein Krimi, den Noack empfiehlt: "In Berlin kommt einer auf sehr unschöne Weise ums Leben - die Spur führt nach Brandenburg in die DDR-Zeit."

"Donnerstags im Fetten Hecht" von Stefan Nink

Der Fette Hecht ist eine Kneipe, in der sich regelmäßig drei Freunde treffen. Einer der drei hat geerbt - eine [image=15760]wahnwitzige Summe. "Aber er kriegt das nur ausgezahlt, wenn er die anderen Erben auftreibt", schildert Noack. Die seien aber über die ganze Welt verteilt. Die Suche nach ihnen erzählt dieses Buch. Noacks Fazit: "ziemlich irre und schön schräg."


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