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Funktional und filigran: Neue Sidonienbrücke in Braunschweig freigegeben



Braunschweig

Funktional und filigran: Neue Sidonienbrücke freigegeben

Aufgrund ihrer integralen Bauweise kommt die Brücke ohne wartungsintensive Lager und Übergangskonstruktionen aus.

Die neue Sidonienbrücke.
Die neue Sidonienbrücke. Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Der Neubau der Sidonienbrücke über die Oker am Hohetorwall ist bis auf wenige Restarbeiten fertiggestellt. Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat sie am heutigen Freitag offiziell eröffnet. Die bei Fußgängern und Radfahrern beliebte Wegeverbindung zwischen Sidonienstraße und Hohetorwall ist damit termingerecht wieder frei.



"Die neue Sidonienbrücke fügt sich mit ihrer filigranen Konstruktion hervorragend in den stadtgestalterisch sensiblen Stadtraum am denkmalgeschützten Wallring ein", stellt Oberbürgermeister Ulrich Markurth fest. "Zugleich wird die Brücke den Erfordernissen des Fuß- und Radverkehrs sehr gut gerecht." Die neue Okerquerung ist eine Stahl-Beton-Verbundbrücke, mit zwei parallelen sprengwerkähnlichen Längsrahmen als Haupttragwerk. Ein Sprengwerk ist eine Tragkonstruktion, bei dem die auftretenden Kräfte durch schräge Streben in die Auflagerbereiche weitergeleitet werden. Durch ihre Konstruktion setzt sich die neue Sidonienbrücke optisch von den anderen Okerbrücken in Braunschweig ab.

Die auf die Stahlrahmen aufgelegte Fahrbahntafel ist aus Stahlbeton. An den Enden 4,60 Meter breit, weitet sich die Brücke in der Mitte bogenförmig auf sechs Meter auf. So können Spaziergängerinnen und Spaziergänger auch bei stärkerer Frequentierung durch den Radverkehr auf dem Bauwerk verweilen. Der Stahlrahmen ist in der Mitte nur etwa 30 Zentimeter hoch, wodurch die Brücke sehr schlank wirkt. Das neue Bauwerk wurde gegenüber dem alten angehoben. Dadurch hat sich die Steigung zum Hohetorwall deutlich verringert.

Einige Restarbieten müssen noch erledigt werden. Doch die Benutzung der Brücke ist bereits möglich
Einige Restarbieten müssen noch erledigt werden. Doch die Benutzung der Brücke ist bereits möglich Foto: Alexander Dontscheff


Aufgrund ihrer integralen Bauweise kommt die Brücke ohne wartungsintensive Lager und Übergangskonstruktionen aus. Sie ist nicht schwingungsanfällig. Die Konstruktion benötigt für die zwei Längsträger relativ geringe Stahlmengen, was die Kosten für Stahlbau, Transport und Einbau reduzierte. Sie liegen einschließlich Planungs- und Baunebenkosten bei zirka 1,4 Millionen Euro.

Das Vorgängerbauwerk stammte aus dem Jahr 1904 und war in einem schlechten Zustand. Eine Instandsetzung wäre nicht wirtschaftlich gewesen. Mit ihrem Abriss war Anfang Januar dieses Jahres begonnen worden. In den nächsten Wochen werden die restlichen Arbeiten zum Bau der Freitreppe, die Geländerkomplettierung und die Herstellung der Grünanlage ausgeführt. Hierbei kann es kurzzeitig zu Behinderungen kommen.


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