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Gefährliche Raupe treibt ihr Unwesen

von Robert Braumann


Im Juni warnte die Stadt  vor dem Auftreten von Raupen des Eichenprozessionsspinners an Eichen im Stadtgebiet, Foto: Pixabay
Im Juni warnte die Stadt vor dem Auftreten von Raupen des Eichenprozessionsspinners an Eichen im Stadtgebiet, Foto: Pixabay Foto: Robert Braumann

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05.08.2016




Braunschweig. Im Juni warnte die Stadt  vor dem Auftreten von Raupen des Eichenprozessionsspinners an Eichen im Stadtgebiet (regionalHeute.de berichtete). Zwei Monate später zeigt sich, die Warnung kam nicht von ungefähr.

Stadtsprecher Rainer Keunecke, sagte auf Anfrage von regionalHeute.de: "In diesem Jahr sind bislang 16 Örtlichkeiten bekannt geworden, an denen – über das Stadtgebiet verteilt - Vorkommen einzelner Nester der Raupen des Eichenprozessionsspinners nachgewiesen werden konnten. Diese wurden allesamt zeitnah entfernt." Die überwiegend nachtaktiven Raupen halten sich tagsüber in Gespinstnestern am Stamm von Eichen auf und wandern in der Dämmerung in langen Reihen zum Fressen in die Eichenkronen. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln die schwarzgrau-bräunlichen Raupen kleinste Brennhaare, die leicht abbrechen und den Giftstoff Thaumetopoein enthalten. Dieser kann bei Hautkontakt allergische Reaktionen, juckende, entzündliche Hautausschläge, Rötungen, Quaddeln und Bläschen auslösen. Bei Augenkontakt sind Entzündungen der Augenbindehaut möglich. Werden die Haare eingeatmet, kann es zu Reizungen im Rachen, Halsschmerzen, Hustenreiz und in seltenen Fällen auch zu Asthmaanfällen kommen.


Plakat, Eichenprozessionsspinner, Quelle: Niedersächsisches Landesgesundheitsamt Foto: Niedersächsisches Landesgesundheitsamt


Wie wird vorgegangen?


Der Fachbereich Stadtgrün und Sport sperrt betroffene Bereiche und lässt aufgefundene Raupennester entfernen. Gesperrte Bereiche sollten nicht betreten, aufgestellte Hinweisschilder beachtet und Nester und Raupen nicht berührt werden. Auch verlassene Nester sind durch die darin befindlichen Häutungsreste noch gesundheitsgefährdend. Die Verwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger, Verdachtsfälle auf den Eichenprozessionsspinner an das Bürgertelefon der Stadt Braunschweig unter 115 oder 0531-470-1 oder per E-Mail an buergertelefon@braunschweig.de zu melden. Da eine Verwechslung mit den harmlosen Raupen der Gespinstmotte möglich ist, sollten im Verdachtsfall nur befallene Eichen gemeldet werden, da der Eichenprozessionsspinner ausschließlich diese befällt.


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