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Gefährlicher Eingriff: Nagelbretter und Steine auf Straßen



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Gefährlicher Eingriff: Nagelbretter und Steine auf Straßen


Bei den Taten handele es sich nicht mehr um Kavaliersdelikte. Symbolbild: Rudolf Karliczek
Bei den Taten handele es sich nicht mehr um Kavaliersdelikte. Symbolbild: Rudolf Karliczek Foto: Rudolf Karliczek

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Fallersleben. Die Polizei Fallersleben ruft nach mehreren Fällen von gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr insbesondere in den Bereichen Fallersleben, Sülfeld, Ehmen und Wettmershagen sowie Groß Brunsrode zur besonderen Aufmerksamkeit beim Fahren auf Landstraßen auf. Bislang wurden in den letzten Wochen rund zehn Fälle registriert, bei denen auf der Fahrbahn selbstgefertigte Nagelbretter oder auch größere Steine lagen. Dies berichtet die Polizei.



Den Ermittlungen zufolge gelang es in der Nacht zum Sonntag einem 23-jährigem Autofahrer an dem Kreisverkehr bei Sülfeld einem Brett gespickt mit Nägeln und Schrauben gerade noch ausweichen, während ein 34 Jahre alter Audi-Fahrer am späten Abend des 6. Oktober auf der Westrampe bei Fallersleben auf einen 30 mal 40 Zentimeter großen und etwa 20 Kilogramm schweren Stein prallte. Bei der Karambolage sei der aus der Samtgemeinde Papenteich im Landkreis Gifhorn stammende Fahrer zum Glück unverletzt geblieben. An seinem Fahrzeug wurde der Unterboden aufgerissen, es sei ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden. Der Audi musste abgeschleppt werden. Ähnlich sei es einer 55-Jährigen aus der Samtgemeinde Isenbüttel gegangen, die mit ihrem VW Transporter am Morgen des 26. September auf der Kreisstraße 73 bei Ehmen über drei Steine fuhr. Auch die 55-Jährige sei unverletzt geblieben und konnte ihr Fahrzeug, an dem rund 2.000 Euro Schaden entstand, auf der Fahrbahn halten.

In allen Fällen hätten die Ermittler der Polizei Fallersleben Strafverfahren aufgrund des § 315 b Strafgesetzbuch "Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr" eingeleitet. Diese Taten werden mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, erläutert ein Beamter und seien keine sogenannten Kavaliersdelikte. Da alle Tatorte auf Land- und Kreisstraßen außerorts lagen, ruft die Polizei zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Die Polizeistation in Fallersleben nimmt Hinweise zu den Vorfällen unter der Rufnummer 05362-967000 entgegen.


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