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Gefahr von Blaualgen an umliegenden Badeseen?



Wolfenbüttel

Gefahr von Blaualgen an umliegenden Badeseen?

von Max Förster


Klare Sicht im Fümmelsee. So bleibt das Wasser algenfrei. Foto: Max Förster
Klare Sicht im Fümmelsee. So bleibt das Wasser algenfrei. Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Endlich ist es Sommer und viele Bürgerinnen und Bürger Wolfenbüttels nutzen die hohen Temperaturen aus, um sich an den umliegenden Seen zu erfrischen. Die anhaltende Wärmeeinwirkung kann jedoch auch schnell zur Bildung von Blaualgen führen, die eine Gefahr für die Badegäste darstellen. Was für Gefahren das sind und ob die naheliegenden Badeseen, wie beispielsweise das Natur- und Familienbad Fümmelsee, davon betroffen sind, danach hat sich RegionalWolfenbüttel.de mal erkundigt.

Was sind überhaupt Blaualgen?


Laut dem Badegewässer Atlas Niedersachsen des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes entsteht diese verunreinigende Lache durch Massenvermehrungen sogenannter Blaualgen - besser Cyanobakterien - aufgrund andauernder hoher Wassertemperaturen. Bei den Blaualgen handelt es sich nicht, wie man fälschlicherweise denken könnte, um Algen, sondern um Bakterien, die aufgrund ihres speziellen bläulichen Farbstoffes "Phycocyanin" als Cyanobakterien bezeichnet werden.

Baden sollte unter Blaualgen-Befall vermieden werden


Neben dem abschreckenden Anblick und dem üblen Geruch nach faulen Eiern und Gülle ist die blau-grüne Masse, die sich zum Teil auf den Badeseen niederlässt, vor allem schädlich für die Gesundheit der Badenden. Aus dem Badegewässer Atlas geht hervor, dass es durch das Berühren der Blaualgen zu allergischen Haut- und Schleimhautreizungen kommen kann. Gelangen die Cyanobakterien beim Schlucken des belasteten Wassers in den Körper, kann es zu akutem Durchfall kommen, der auch mehrere Tage anhalten kann. Bei Tieren könne die Aufnahme von Cyanobakterien sogar zum Tod führen.

Entwarnung für die Badeseen rund um Wolfenbüttel


"Der Fümmelsee hat keine Probleme mit Algen", berichtet Nina Justen, Mitarbeiterin des Natur- und Familienbades. "Wir werden regelmäßig jeden Monat geprüft und erreichten bisher immer erstklassige Werte." Das Ganze ist einem Pflanzenfilter-System zu verdanken, das für eine stetige biologische Wasserreinigung sorgt, wie Nina Justen erklärt. Hierbei wird in drei Metern Tiefe das Wasser in ein Speicherbecken gepumpt. Dort wird es durch eine Filteranlage in den Auffang- und Regenerationsteich geleitet und dann über eine Schwelle zurück in den Fümmelsee geführt.

Auch von der Pressesprecherin des Landkreises, Kornelia Vogt, wurde bestätigt, dass an den Badeseen keine Gefahr von Blaualgen ausgehe, da die regelmäßig stattfindenden Untersuchungen bisher keine Qualitätsmangel am Wasser ergeben haben.


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