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Gegen den Trend: Immer weniger Jugendkriminalität in Wolfsburg



Gegen den Trend: Immer weniger Jugendkriminalität in Wolfsburg

von Janosch Lübke


In Wolfsburg gehen die Fälle von Jugendkriminalität zurück. Symbolfoto: Alexander Panknin
In Wolfsburg gehen die Fälle von Jugendkriminalität zurück. Symbolfoto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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Wolfsburg. Im Jahr 2017 stiegen die Fälle, in denen Jugendliche in Niedersachsen Straftaten verübten, laut Niedersächsischen Justizministerium, auf 20.418 Fälle an. In Wolfsburg geht es allerdings gegen den landesweiten Trend. Seit Jahren gibt es immer weniger Jugendkriminalität.



"Wurden im Jahr 2009 noch 178 Kinder, 595 Jugendliche und 474 Heranwachsende als Tatverdächtige ermittelt, registrierten wir in 2107 noch 88 tatverdächtige Kinder, 323 Jugendliche und 317 Heranwachsende", bestätigt der Pressesprecher der Polizeidirektion Wolfsburg-Helmstedt, Sven-Marco Claus, auf Anfrage von regionalHeute.de . Diese durchgehende Tendenz sei das Ergebnis der über Jahre kontinuierlich durchgeführten Netzwerk-Arbeit sowohl im repressiven als auch im präventiven Bereich.

Ermittlungsgruppe arbeitet seit 1998


Bereits 1998 sei eine Ermittlungsgruppe Jugendkriminalität eingerichtet worden.Schon damals habe die Ermittlungsgruppe für jede Schule ein Ansprechpartner benannt, der den Schulleitern und Schulsozialarbeitern mit Rat und Tat zur Seite stand und noch steht, erklärtClaus.Zudem sei im Sommer 2003 in Kooperation zwischen der Polizei Wolfsburg und der Stadt Wolfsburg (Geschäftsbereiche Jugend und Bürgerdienste/Ordnungsamt) das Konzept „streetlife“ erarbeitet worden, bei dem Sozialarbeiter und Polizisten gemeinsam Jugendtreffpunkte aufsuchen würden, um den jungen Menschen im Gespräch ihre Möglichkeiten aufzuzeigen aber auch klare durch Gesetze und Verordnungen vorgegebene Regeln zu vermitteln.

"Neben den intensiven Kontrollen an bekannten Treffpunkten wird auch gezielte Aufklärungsarbeit in Schulen, Unterricht zu unterschiedlichen Themenbereichen in intensiver Zusammenarbeit mit Lehrer und städtischen Schulsozialarbeitern und den örtlichen Netzwerkpartnern angeboten und durchgeführt. Weitere Bausteine sind Jugendschutzkontrollen, Überprüfung des Einzelhandels und dem Gaststättengewerbe im Hinblick auf Verkauf/Verzehr von Alkohol und Tabakwaren an Jugendliche und auch die Meldung von jugendlichen Straftätern, deren Gewaltstraftaten im Zusammenhang mit Alkoholkonsum stehen, an die Führerscheinstelle der Stadt Wolfsburg", sagt Claus.


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