Region. In Großstädten wie Braunschweig und Wolfsburg sind die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser gesunken, besonders gefragt auf dem Wohnungsmarkt sind Eigentumswohnungen. Das geht aus den aktuellen Landesgrundstücksmarktdaten hervor, die das niedersächsische Innenministerium heute herausgegeben hat. Darin wartet zudem ein Landkreis aus unserer Region mit den günstigsten Preisen für Eigentumswohnungen auf.
Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung seien demnach im aktuellen Berichtszeitraum – von November 2024 bis Oktober 2025 – rund 94.600 Kaufverträge für Immobilien registriert worden. Das seien 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 20 Prozent mehr als 2023. Die Gutachter des Landes werteten für diesen Bericht alle notariell beurkundeten Immobilienverkäufe aus.
Mehr Käufe von Eigentumswohnungen
Der wichtigste Treiber der steigenden Kauffallzahlen seien Eigentumswohnungen gewesen. 2025 wurden 18,6 Prozent mehr davon verkauft als im Vorjahr. Auch bei den Eigenheimen sei die Zahl gestiegen und liege 2025 bei rund 29.500 verkauften Ein- und Zweifamilienhäusern – rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Kaufpreise für Eigenheime seien dabei wieder merklich gestiegen, teilt das Ministerium mit. Im Mittel kostete ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Niedersachsen 270.000 Euro gegenüber 255.000 Euro im Vorjahr. Der Höchstwert von 300.000 Euro aus dem Jahr 2022 wurde bislang jedoch nicht wieder erreicht.
Kaufpreise in Großstädten gesunken
Nur in acht der 47 untersuchten Gebiete in Niedersachsen ist der mittlere Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser gesunken. Dazu Ministerin Daniela Behrens: „Auffällig ist, dass die Kaufpreise häufiger in Großstädten wie Braunschweig, Göttingen, Osnabrück und Wolfsburg gesunken sind und nicht im ländlichen Raum." Das teuerste Preisverhältnis weise nach wie vor die Stadt Hannover auf, mit im Mittel 505.000 Euro für ein Ein- oder Zweifamilienhaus bzw. 421.000 Euro für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte.
Landkreis Helmstedt ist am günstigsten
Bei den Eigentumswohnungen (Erstbezug) stiegen die Kaufvertragszahlen auch trotz hoher Preise um rund 37,4 Prozent.
Im Landkreis Helmstedt war es als einzigem Landkreis in Niedersachsen noch möglich, für durchschnittlich unter 3.000 Euro je Quadratmeter eine neue Eigentumswohnung zu erwerben. Wie in den beiden Vorjahren handelt es sich hier um die landesweit preisgünstigste Region. Die Nordseeküste wies derweil die höchsten Preise des Landes auf den ostfriesischen Inseln auf.
Bei wiederverkauften Eigentumswohnungen wurden im Durschnitt 2.130 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bezahlt. Das waren 150 Euro mehr als noch im Jahr 2024. Hier stellten sich nach der Insel Norderney mit rund 10.000 Euro je Quadratmeter die Landeshauptstadt Hannover und der Landkreis Lüneburg mit jeweils rund 3.000 Euro je Quadratmeter gleichauf als Top-Lagen auf dem Festland dar.

