Geplanter Radschnellweg - Darum verzögert sich die Planung

Es geht um die Y-Trasse zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel beziehungsweise Salzgitter. Eigentlich sollte der genaue Verlauf Anfang dieses Jahres feststehen. Eigentlich.

von


Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Region. Seit einigen Jahren gibt es die Idee eines Radschnellweges zwischen Braunschweig und den Städten Wolfenbüttel und Salzgitter. Geplant ist eine sogenannte Y-Trasse die sich von Braunschweig kommend Richtung Süden nach Salzgitter und Wolfenbüttel teilt. Doch die Planungen sind offenbar etwas ins Stocken geraten. Zuletzt hatten wir im August über das Thema berichtet. Zeit also für ein Update.



Im August wurde ein aktualisierter Zeitplan in Aussicht gestellt, der die weiteren Schritte und Termine, einschließlich zweier geplanter öffentlicher Veranstaltungen festlegt. Die Trassenfindung sollte demnach Anfang 2026 abgeschlossen sein. Wir fragten die drei beteiligten Städte sowie den Regionalverband, was sich seitdem getan hat, wie der aktuelle Zeitplan aussieht und ob es schon eine Entscheidung hinsichtlich der Trasse gibt.

Planungsbüro erst im Oktober gefunden


Stellvertretend für alle angefragten Beteiligten äußert sich Gisela Noske vom Regionalverband Großraum Braunschweig, der das Projekt federführend bearbeitet, zu den Verzögerungen, die es offenbar gegeben hat: "Die angespannte Marktlage im Bereich der Planungsbüros – auch bedingt durch die Bindung von Planungskapazitäten durch die Sondervermögen der Bundesregierung – hat die Beauftragung eines entsprechenden Planungsbüros für die Radschnellverbindung zwischen den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel verzögert, so dass ein entsprechendes Planungsbüro erst Ende Oktober 2025 die Arbeit aufnehmen konnte."

Mehr Vorschläge als gedacht


Bei den durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligungen in den drei Städten im Frühjahr 2025 seien mehr als 300 Trassenvorschläge, Anregungen und Hinweise durch die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebracht worden. Dies übertreffe die ursprünglich erwartete Anzahl an Trassenvorschlägen erheblich, so dass die Auswertung der gemachten Vorschläge, Anregungen und Hinweise mehr Zeit in Anspruch nehme.

"Da es unser Ziel ist, einen für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbaren und transparenten Planungs- und Auswahlprozess zu gestalten, möchten wir zu jedem einzelnen Vorschlag Stellung beziehen und diesen bewerten", erklärt Noske. Dieser Prozess werde gerade durch das beauftragte Planungsbüro durchgeführt und dauere an. Mit den ersten Zwischenergebnissen in Form der drei besten Trassenvorschläge für eine durchgehende Radschnellverbindung zwischen den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel rechne man zum derzeitigen Zeitpunkt im zweiten Quartal 2026.

Das ist der Zeitplan


"Wir hoffen, diese ersten Zwischenergebnisse noch vor den Sommerferien in den drei Kommunen bei weiteren Veranstaltungen der Öffentlichkeitsbeteiligung mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren zu können", erklärt die Verbandssprecherin. Darauf aufbauend gehe man davon aus, dass bis zum Ende des Jahres 2026 ein Trassenverlauf für die Radschnellverbindung Braunschweig-Salzgitter/Wolfenbüttel in einem transparenten Findungs- und Entscheidungsprozess gefunden werde. Im Anschluss sei die Beschlussfassung zum Trassenverlauf der Radschnellverbindung und zum Fortgang der weiteren Planungen durch die kommunalen Gremien geplant.