Region. Rund 15.000 Menschen haben in Deutschland laut dem Statistischen Bundesamt von Januar bis Oktober 2025 ihren Geschlechtseintrag bei ihrem örtlichen Standesamt ändern lassen. Erst seit dem 1. November 2024 ist das durch das "Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag" – kurz: Selbstbestimmungsgesetz – auf vereinfachtem Wege möglich. Ebenso lässt sich dadurch der Vorname ändern. Wie haben die Städte unserer Region zu den erfassten Zahlen beigetragen?
Wo sind die meisten Änderungen des Geschlechtseintrages registriert? Ein Vergleich aller Städte der Region ist dabei gar nicht so einfach möglich, da die Kommunen die Zahlen teilweise unterschiedlich erfassen. Die einzelnen Standesämter der Gemeinden in den Landkreisen haben zusätzlich ebenfalls Änderungsanträge bearbeitet.
Die meisten Änderungen des Geschlechtseintrags in unserer Region
Nicht verwunderlich ist aber, dass die Stadt Braunschweig als einwohnerstärkste Stadt der Region auch die meisten Änderungen des Geschlechtseintrags für das Jahr 2025 vorzuweisen hat. Auf Nachfrage von regionalHeute.de heißt es aus der Stadtverwaltung: Im Jahr 2025 haben in Braunschweig 103 Personen ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. 2024 waren es 68 Personen. Ob die Änderungen von Frau zu Mann oder umgekehrt oder zu divers oder zu "ohne Angabe" erfolgten, geht nicht daraus hervor. Eine solche Aufschlüsselung sei nicht hinterlegt.
Das sind die Zahlen aus Wolfsburg
Die Stadt mit den zweitmeisten Einwohnern der Region meldet derweil auch die zweitmeisten Änderungen des Geschlechtseintrags:
Im Bereich des Standesamtes Wolfsburg haben seit der Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes – also November 2024 – und bis zum 31. Dezember 2025 insgesamt 75 Menschen ihren Geschlechtseintrag nach den Regelungen des Gesetzes ändern lassen, teilt die Stadtverwaltung mit. Der Geschlechtseintrag wurde dabei 37-mal zu weiblich, 18-mal zu männlich und 12-mal zu divers geändert. Insgesamt wurde 8 mal auf eine Angabe verzichtet.
Das sind die Zahlen aus Salzgitter
Und es geht gleich mit Platz 3 der einwohnerstärksten Städte der Region weiter. In Salzgitter habe es im vergangenen Jahr 69 solcher Erklärungen gegeben. Und die Stadtverwaltung kann die beantragten Änderungen auch präzise aufschlüsseln. Änderungen von weiblich zu männlich seien demnach führend in der Statistik: 34-mal war das der Fall. Die weiteren Änderungen: achtmal von weiblich zu divers, 4-mal von weiblich zu „ohne“, 19-mal von männlich zu weiblich und 4-mal von männlich zu divers.
Das sind die Zahlen aus Goslar
Die Stadt Goslar meldet 33 Geschlechtsänderungen mit Geburtsort Goslar für das Kalenderjahr 2025. 21 mal erfolgte die Änderung von weiblich zu männlich, andersherum – von männlich zu weiblich – waren es 8-mal. Außerdem meldeten sich drei Personen von männlich zu divers um. Ein Antrag sah eine Änderung von weiblich zu "ohne Eintrag" vor.
Das sind die Zahlen aus Wolfenbüttel
In Wolfenbüttel wurden derweil bislang die Zahlen bis Ende Oktober erfasst. Bis dahin wurden vom städtischen Standesamt 38 Erklärungen erfasst. 17 davon wurden bei einem anderen Standesamt beurkundet. 25 Personen hatten die Erklärung zunächst angemeldet und nach drei Monaten dann abgegeben. Davon wurden acht Erklärungen an das Geburtsstandesamt weitergeleitet. Außerdem haben aktuell zwei Personen die Erklärung zur Änderung angemeldet. Die Erklärung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Rückgängig gemacht oder erneut geändert hat die Eintragung im Geburtsregister bisher niemand, berichtet die Wolfenbütteler Stadtverwaltung.
Das sind die Zahlen aus Peine
16 Änderungen stehen in der Stadt Peine für das Vorjahr in den Büchern. Auch die Eulenstadt hat eine genaue Aufschlüsselung parat: 10-mal von weiblich zu männlich, 4-mal von männlich zu weiblich und 2-mal von weiblich zu "Geschlechtseintrag gestrichen".
Das sind die Zahlen aus Helmstedt
Nur etwas weniger Änderungen verzeichnete die Stadt Helmstedt: Dort waren es 35 Fälle im vergangenen Jahr. Eine detaillierte Aufschlüsselung wurde aber nicht dokumentiert.
Das sind die Zahlen aus Gifhorn
Am Ende dieser Liste steht die Stadt Gifhorn, die für 2025 auf 13 Beurkundungen von Erklärungen nach § 2 des Selbstbestimmungsgesetzes kommt: Davon 4-mal von männlich zu weiblich, 1-mal von männlich zu ohne Eintrag, 3-mal von weiblich zu männlich, 3-mal von weiblich zu divers und 2-mal von weiblich zu ohne Eintrag.

