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295 Erkrankte in der letzten Grippesaison im Landkreis


Die meisten Grippefälle treten von Januar bis Anfang April auf. Symbolfoto: pixabay

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09.12.2019

Gifhorn. Nach dem Jahreswechsel droht in der Regel die Grippewelle. Die IKK classic empfiehlt jedem, der noch keinen aktuellen Impfschutz hat, den Besuch beim Arzt nicht mehr auf die lange Bank zu schieben. Denn: Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Das teilt die IKK classic in einer Pressemeldung mit.


Ende September, mit Beginn der 40. Kalenderwoche, ist die aktuelle Grippesaison gestartet. Als Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) mit der "Arbeitsgemeinschaft Influenza" ab diesem Zeitpunkt verstärkt die Entwicklung der Erkrankungen mit Grippeviren in Deutschland und veröffentlicht regelmäßig Infektionszahlen. Mit Ablauf der 20. Kalenderwoche im nächsten Jahr ist die Saison offiziell beendet. Die IKK classic hat die aktuellen Grippe-Statistiken für Niedersachsen ausgewertet.

Bis zum 17. November 2019 wurden dem RKI bundesweit 544 Grippefälle gemeldet. Bayern verzeichnet mit 196 Infektionen bisher die meisten Kranke. In Niedersachsen waren bis zu dem Zeitpunkt lediglich 19 Fälle bekannt, sieben in der Region Hannover, jeweils zwei in den Landkreisen Diepholz und Göttingen und jeweils ein Fall in den kreisfreien Städten Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Wolfsburg sowie den Landkreisen Celle, Nienburg, Uelzen und Verden.

Kein Grund zur Entwarnung


Ein Grund zur Entspannung ist die geringe Anzahl von Infektionen gleichwohl nicht. Denn die gefährliche Zeit steht noch bevor. „In der vergangenen Grippesaison begann die Grippewelle in der 2. Kalenderwoche 2019 und endete mit der 14. Kalenderwoche, Anfang April“, sagt IKK-Regionalgeschäftsführer Markus Schrader. „In diesem Zeitraum wurden im Landkreis Gifhorn 277 Grippefälle von insgesamt 295 in der gesamten Grippesaison 2018/2019 gemeldet.“ Damit stellte sich die Situation im Landkreis ähnlich wie im gesamten Land Niedersachsen dar. Niedersachsenweit erkrankten in der letzten Grippesaison 8.347 Personen, 7.983 von ihnen in der Zeit vom 7. Januar bis 7. April 2019.

Deshalb empfiehlt die IKK classic allen, die noch keinen aktuellen Grippeschutz haben, jetzt aktiv zu werden und einen Impftermin mit dem Arzt zu vereinbaren. „Nach der Impfung braucht der Körper ungefähr 10 bis 14 Tage, um einen ausreichenden Schutz vor Ansteckung mit den Grippeviren aufzubauen“, begründet Markus Schrader von der IKK classic den Ratschlag.

Empfehlung für Grippeschutzimpfung


Die Schutzimpfung wird vor allem Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen Über-60-Jährige, chronisch Kranke beziehungsweise Menschen mit geschwächtem Immunsystem, medizinisches Personal, aber auch Personen, die beruflich mit sehr vielen Menschen in Kontakt kommen. Schwangeren wird die Impfung ab dem vierten Monat empfohlen. Weil Grippeviren sehr wandlungsfähig sind, wird der Impfstoff jedes Jahr an die voraussichtlich zirkulierenden Erreger angepasst. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen grundsätzlich die Kosten der Grippeschutzimpfung für Versicherte, für die sie vom RKI empfohlen werden. Die IKK classic bezahlt sogar allen ihren Versicherten diese Schutzimpfung.

Anmerkung: Die im Text genannten Zahlen sind das Ergebnis einer Abfrage der Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) über die Website survstat@RKI vom 5. Dezember 2019.


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