Gifhorn. Die noch junge Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gifhorn kann bereits einen ersten Erfolg verbuchen: Die Demokratiekonferenz am 13. Februar wurde vom Bündnis „Niedersachsen packt an“ als „Projekt des Monats“ ausgezeichnet. Darauf weist der Landkreis Gifhorn in einer Pressemitteilung hin.
Mehr als 130 engagierte Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Ideen ein und diskutierten aktiv über die Stärkung der Demokratie vor Ort. Die Ergebnisse aus den Workshops werden nun zu konkreten Maßnahmen weiterentwickelt. Parallel dazu liegt nun auch die Situations- und Ressourcenanalyse für die vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ geförderte Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gifhorn vor. Die Analyse steht ab sofort auf der Internetseite zum Download bereit: www.demokratie-leben-landkreis-gifhorn.de.
Breites und möglichst repräsentatives Bild
Erstellt wurde die Studie vom Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare. Insgesamt nahmen 1.421 Menschen an der Bürgerbefragung teil. Ergänzt wurde diese durch statistische Daten sowie Expertengespräche, sodass ein breites und möglichst repräsentatives Bild der demokratischen Situation im Landkreis Gifhorn entsteht. Dieser Methodenmix habe eine weitgehende Repräsentativität geschaffen, so der Landkreis.
Die Analyse zeigt, wie die Menschen im Landkreis die demokratische Situation bewerten und welche Aspekte für sie dabei besonders ins Gewicht fallen. Ein Ergebnis ist der starke gesellschaftliche Zusammenhalt im ländlichen Raum, der sich insbesondere in der aktiven Vereinskultur widerspiegelt. Gleichzeitig benennen viele Befragte Herausforderungen, etwa politische Polarisierung, Unsicherheiten, fehlende Transparenz bei Entscheidungsprozessen und eingeschränkte kulturelle Teilhabe durch begrenzte Angebote im öffentlichen Personennahverkehr.
"Wo wir weiter anpacken müssen"
Philipp Raulfs, Landrat des Landkreises Gifhorn, betont die Bedeutung der Ergebnisse für die zukünftige Arbeit: „Die Analyse zeigt uns sehr klar, wo wir im Landkreis gut aufgestellt sind und ebenso deutlich, wo wir weiter anpacken müssen. Sie macht sichtbar, welche Themen die Menschen bewegen und wo Vertrauen, Beteiligung und Zusammenhalt gestärkt werden müssen.“
Die Situations- und Ressourcenanalyse versteht sich daher nicht als abschließende Bewertung, sondern als Grundlage für die nächsten Schritte. Sie soll Kommunen, Vereinen, Initiativen sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern Orientierung geben und dazu beitragen, die demokratische Kultur im Alltag weiter zu stärken.

