Gifhorn. Jedes Jahr werden mehrere tausend Rehkitze beim Mähen großer Wiesen verletzt und getötet, weil sie von ihren Müttern im hohen Gras versteckt werden und nicht weglaufen, wenn das Mähwerk sich nähert. Daher kooperieren inzwischen Landwirte, Jäger und Tierschützer in der Mäh-Saison, um Kitze vor dem Mäh-Tod zu retten. Darauf macht jetzt der Hegering Boldecker Land aufmerksam, der noch Verstärkung im Team der Kitzretter sucht.
Der Hegering habe jetzt mit Zuschüssen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine rund 8500 Euro teure Drohne zur Kitzrettung angeschafft. Anhand von Wärmebildern sollen die Reh-Babys aus der Luft aufgespürt und in Sicherheit gebracht werden, bevor die Wiese abgemäht wird. Dabei können die Boldecker Kitzretter noch personelle Unterstützung gebrauchen!
Kitzretter treffen sich und suchen Verstärkung
Am Mittwoch, 19. Februar, um 19 Uhr treffen sich die Kitzretter im Restaurant „Neptun“ in Weyhausen (Im Winkel 6). Interessierte Bürger, die sich in der Kitzrettung engagieren möchten, sind zu diesem Informationsabend eingeladen – und können sich auch persönlich engagieren.
„Uns ist hierbei wichtig, dass auch die interessierte, nicht jagende Bevölkerung mit eingebunden wird, gemeinsam mit uns einen sinnvollen Beitrag zum Tierschutz zu leisten. Das Sterben der Kitze in einem Mähwerk ist ein grausamer Tod, den auch wir Jäger gerne verhindern würden“, sagt Hegering-Vorsitzender Holger Hansmann.
Referenten bei der Veranstaltung sind Jürgen Schulz aus Jembke, Drohnen-Obmann im Boldecker Land, sowie der Obmann der Jägerschaft Gifhorn, Klaus Horn. Auf der Tagesordnung stehen zahlreiche Themen rund um die Kitz-Rettung, auch Fragen können gestellt werden.

