Gifhorn. Aus dem ehemaligen „Kinderladen“ des „Caritasverband für Stadt und Landkreis Gifhorn e. V.“ und der Malteser in Gifhorn wurde am gestrigen Freitag offiziell der „Familienladen mit Herz“. Damit wollen die Betreiber noch deutlicher machen, dass sich das Angebot nicht ausschließlich an Kinder richtet, sondern die gesamte Familie in den Blick nimmt. Das berichtet die Malteser-Pressestelle in der Diözese Hildesheim in einer Presseinformation.
Das Sortiment habe sich nicht verändert: Auch unter neuem Namen finden sich hier gut erhaltene Kleidung, Schuhe, Spielsachen und Gesellschaftsspiele. Daneben auch ein „Kleiner roter Traktor“ – wenn auch nur in Buchform. „Spannende Geschichten vom Gösselhof“ versprechen die bunten Seiten neugierigen jungen Lesern.
Laden schon seit 2008 für Kunden da
Der „Familienladen mit Herz“ liegt direkt neben der „Gifhorner Tafel e. V.“ in einem Gewerbegebiet am Rande Gifhorns. Ohne dieses Hilfsprojekt gäbe es den Familienladen wohl nicht, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Als nämlich die „Tafel“ direkt neben die Dienststelle der Malteser in das Kleingewerbegebiet zog, habe sich schnell gezeigt, dass die Menschen nicht nur Nahrung, sondern auch Kleidung benötigen. 2008 wurden direkt angrenzend die Räume eines Möbelhändlers frei und die Gunst der Stunde blieb nicht ungenutzt: Gemeinsam gründeten der Caritasverband für Stadt und Landkreis Gifhorn e. V. und die Ortsgliederung Gifhorn der Malteser in der Diözese Hildesheim damals diesen Laden und führen ihn seitdem gemeinsam.
Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich
Insgesamt 27 Ehrenamtliche engagieren sich heute. In der Regel würden drei bis sieben Personen im Verkaufsraum stehen, meist Frauen. Helfen würden auch Männer, erklärt Koordinatorin Gaby Kaatz – doch meist im Hintergrund, beim Einräumen oder Reparieren. Verkauft werde gut erhaltene Waren aus zweiter Hand, mit einer Ausnahme: Eine Kooperation mit dem Schuhhaus Salge sichere den Kundinnen und Kunden neuwertige Schuhe für wenig Geld – wenn auch aus der Vorsaison. Die Preise im Familienladen seien kundenfreundlich: Hemden und Blusen für einen Euro, für eine Regenhose lege man zwei Euro auf den Tresen – das könne sich jeder leisten.
Internationale Kundschaft
Im Verkaufsraum höre man viele osteuropäische und auch arabische Stimmen. Tatsächlich seien viele Syrer und auch Ukrainer unter der Kundschaft zu finden, bestätigt Caritas-Vorstand Michael Gruber, der an diesem Freitag aus Anlass der Namensumbenennung mit Martin Coordes vom Caritasrat in den Familienladen gekommen war. Auch Conrad Graf von Hoyos, der zukünftige Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Hildesheim, Dr. Christoph Mock als stellvertretender Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim und Malteser-Ortsbeauftragter Andreas Jaksch beobachteten bei Kaffee und Keksen das bunte Treiben im Verkaufsraum.
Später kam auch noch Bürgermeister Matthias Nerlich dazu und brachte einen ganzen Sack voller Fußbälle mit. Tatsächlich sucht der Familienladen derzeit neben Kinderwagen, Spielzeug und Puppen vor allem Sportkleidung und Sportgeräte wie Fußbälle.

