Gifhorn. Bereits in der vergangenen Woche bat die Polizei Gifhorn um Unterstützung für den kleinen Finn aus Hoitlingen. Der 7-jährige Junge ist an Leukämie erkrankt. Um einen potenziellen Stammzellenspender zu finden, organisiert nun der Landkreis Gifhorn gemeinsam mit der Deutschen Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) eine öffentliche Registrierungsaktion.
2023 habe Finn zum ersten Mal die furchtbare Diagnose Blutkrebs bekommen. Nach einer zweijährigen Therapie dachte er, er sei geheilt. Doch kurz vor Weihnachten bekamen er und seine Familie die schreckliche Nachricht, dass der Krebs zurück ist. Für Finn – und viele andere Betroffene – ist eine passende Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises am heutigen Donnerstag.
Registrierungsaktion am 26. Januar
Blutkrebs kann jeden treffen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensstil. Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Leukämie. Um potenzielle Lebensretterinnen und Lebensretter zu finden, organisiert der Landkreis Gifhorn gemeinsam mit der Deutschen Stammzellspenderdatei gGmbH (DSD) eine öffentliche Registrierungsaktion. Diese findet am Montag, 26. Januar 2026, von 10 bis 15 Uhr im Gesundheitsamt des Landkreises Gifhorn, Allerstraße 21, in Gifhorn statt. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.
So geht´s
Alle gesunden Menschen im Alter von 17 bis 50 Jahren, die helfen und Leben retten möchten, sind eingeladen, sich registrieren zu lassen. Die Registrierung mittels eines Wangenabstrichs ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten. Im Labor werden die Gewebemerkmale analysiert, um sie später mit Patienten abzugleichen. Kommt es zu einem Treffer, folgt eine Blutentnahme zur Bestätigung, bevor die eigentliche Spende von gesunden Stammzellen vorbereitet wird, was die Registrierung zu einem lebensrettenden ersten Schritt macht. Jede Registrierung erhöht die Chance, dass Finn und andere Patientinnen und Patienten weltweit eine lebensrettende Spende erhalten.
Unterstützung vom Landrat
Auch Landrat Philipp Raulfs unterstützt die Aktion und wird sich am 26. Januar als Stammzellspender registrieren lassen. Damit möchte er ein klares Zeichen für Solidarität und Mitmenschlichkeit setzen. Er erklärt: „Eine Stammzellspende kann Leben retten – vielleicht sogar das eines Kindes aus unserer Region. Sich registrieren zu lassen, ist ein kleiner Schritt mit einer enormen Wirkung. Ich hoffe sehr, dass viele Menschen diesem Beispiel folgen.“
Wer am Aktionstag keine Zeit hat, kann sich unabhängig davon jederzeit registrieren – bei einer anderen Registrierungsaktion oder online mit einem Registrierungsset für zu Hause. Alle Informationen gibt es auf www.deutsche-stammzellspenderdatei.de.

