Kein Unfallschwerpunkt: Dennoch bleibt dieser Blitzer stehen

An dieser Kreuzung im Landkreis Gifhorn gibt es nur noch wenige Unfälle. An anderen Stellen nicht davon weit entfernt kracht es deutlich häufiger.

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Die Lagesbütteler Kreuzung gehört zu den Unfallhäufungsstellen im Landkreis Gifhorn (Archivfoto).
Die Lagesbütteler Kreuzung gehört zu den Unfallhäufungsstellen im Landkreis Gifhorn (Archivfoto). | Foto: Julian Bergmeier

Gifhorn. Der Blitzer an der Celler Straße (B214) in Hülperode im Landkreis Gifhorn kurz vor der Grenze zum Braunschweiger Stadtgebiet gehört zu den Aktiven seiner Art: Rund neunmal pro Tag hat er 2025 ausgelöst. Dass dieser Blitzerstandort immer mal wieder in die Kritik gerät, entkräftet der Landkreis mit dem Verweis auf die dortige Unfallhäufung. Dabei kracht es dort kaum noch.



"Der Blitzerstandort begründet sich in der Überwachung des Unfallschwerpunktes auf Höhe der Shell-Tankstelle/Kreuzung 53/B 214", hatte die Kreisverwaltung auf Nachfrage von regionalHeute.de mitgeteilt. Christoph Nowak, Pressesprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, erklärt jetzt: "Der Blitzer wurde damals dort aufgestellt. Die Stelle ist nun schon lange keine Unfallhäufungsstelle mehr."

Unfälle im einstelligen Bereich


Das belegten auch die Zahlen der vergangenen Jahre. Die für 2025 werden zwar noch ausgewertet, aber in den drei Jahren zuvor kam es dort insgesamt zu Unfällen "im einstelligen Bereich", wie der Polizeisprecher im Gespräch mit regionalHeute.de mitteilt. Die Unfälle passierten demnach überwiegend beim Abbiegen aus der Okerstraße auf die Celler Straße.

Da es sich nicht mehr um einen "Hotspot", was Unfälle angeht, handelt, könnte man da auf den Blitzer an der Stelle nicht eigentlich verzichten? Ein Abbau der Messstelle sei dennoch nicht ratsam. Dass der Blitzer in Hülperode im vergangenen Jahr rund 3250 Mal ausgelöst hatte, "zeigt, dass an dieser Stelle offenbar zu schnell gefahren wird", so Nowak, der befürchtet, dass ein Abbau des Blitzers dazu führen könnte, dass sich dort in der Gemeinde Schwülper erneut eine Unfallhäufungsstelle entstehen könnte.

An diesen Kreuzungen kracht es häufiger


Solche Stellen, an denen es nachweislich regelmäßig deutlich häufiger kracht, gibt es im gesamten Landkreis — außerhalb des Gifhorner Stadtgebietes – neunmal, erklärt der Polizeisprecher. Zwei davon seien in der Samtgemeinde Papenteich zu finden. Einmal handelt es sich dabei um die Lagesbütteler Kreuzung auf der L321 nördlich von Lagesbüttel. Die zweite Stelle ist die große Kreuzung in Meine zwischen der L321 und der B4. "Dabei handelt es sich meist um kreuzungstypisches Unfallgeschehen", erklärt Nowak. Gemeint sind damit Unfälle, bei denen Stopp-Schilder, Vorfahrt und rote Ampeln missachtet werden.

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