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Keine Chance für vereiste Scheiben - So sind Sie auf den Frost vorbereitet

Mit wenigen kleinen Maßnahmen lässt sich gefrorenen Scheiben und Türen vorbeugen.

von Anke Donner und Marvin König


Vereiste Scheiben können nervig sein - Mit ein paar Handgriffen kann man sich die Mühe sparen.
Vereiste Scheiben können nervig sein - Mit ein paar Handgriffen kann man sich die Mühe sparen. Foto: Werner Heise

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30.11.2020

Region. In den kommenden Tagen kann es immer mal wieder vorkommen, dass die Temperaturen morgens unter dem Gefrierpunkt liegen. Das bedeutet auch gefrorene Autoscheiben. Einige müssen früh morgens zur Arbeit, da kann das Kratzen nerven. regionalHeute.de hat beim ADAC nachgefragt, wie man trotzdem den perfekten Durchblick behält - und wie das Eis einen nicht aus dem eigenen Auto aussperrt.



Christine Rettig vom ADAC Niedersachsen sagt: "Am besten von vornherein vorsorgen, bevor man kratzen muss oder nicht mehr in das Auto kommt. Spezielle Pflegestifte auf Silikon- oder Hirschtalgbasis für Gummidichtungen reduzieren die Einfrierneigung von Türen und Heckklappe. Für den Notfall Enteiserspray fürs Türschloss bereithalten, also nicht im Fahrzeug aufbewahren. Nicht immer braucht man alles, aber hilfreich sind – Eiskratzer, Schneebesen/Scheibenenteisungsspray, Abdeckfolie für die Windschutzscheibe und das angesprochene Türenteisungsspray. Sinnig sei, Schnee und Eis immer von oben nach unten am Fahrzeug entfernen. "Softgaragen" decken würden auch gut abdecken, nur Vorsicht: nur auf trockenen Flächen anwenden, sonst könnte auch die Abdeckung mit einfrieren." Auch ein Scheibenenteiser könne gute Dienste leisten: "Die Güte eines Scheibenenteisers lasse sich nicht am Preis erkennen. Deshalb Testergebnisse für die Kaufentscheidung heranziehen. Manche Scheibenenteiser bieten einen guten Langzeitschutz gegen Vereisung – ein Auftragen auf die Windschutzscheibe beim Abstellen des Fahrzeuges kann die Eisbildung deutlich reduzieren. Ein Scheibenenteiser sei aber kein Ersatz für einen Eiskratzer – manche Eisschichten sind aufgrund der Dicke nur mit einem solchen entfernbar.", so Rettig.

Streumittelreste entfernen


Auch den Scheiben kann man etwas Gutes tun: "Nach dem abendlichen Auto-Abstellen, sollte die Wisch/Waschanlage kurz angemacht werden. Scharfkantige Streumittelreste, werden sonst am nächsten Morgen mit dem Eiskratzer über die Scheibe geschoben. Das kann durchaus Kratzer auf dem Glas verursachen. Scheiben solle man außerdem nie mit heißem Wasser enteisen, da dies zu großen Spannungen im Glas führen, welche die Scheiben zerstören können", erzählt Rettig. Übrigens: Schmutzige Scheiben frieren schneller zu als saubere. So hat die Scheibenreinigung nach Abschluss der Fahrt ebenfalls einen vorbeugenden Effekt. Bei strengem Frost können auch die Scheibenwischer festfrieren. Falls das passiert, sollten diese zunächst mit Enteiser angetaut werden, damit das Gummi nicht einreißt. Vorbeugen lässt sich, indem man die Scheibenwischer nach der Fahrt von der Windschutzscheibe weg klappt.

Immer vollen Durchblick


Und Rettig hat noch eine Extrainfo: "Man kann zur Kasse gebeten werden, wenn man sein Auto vor Fahrtantritt nicht ausreichend von Schnee und Eis befreit. Um freie Sicht zu behalten, muss in der Scheibenwischanlage Frostschutzmittel enthalten sein. Wer nur ein kleines Guckloch in seine vereiste oder zugeschneite Frontscheibe kratzt, sieht nicht genug und riskiert mindestens zehn Euro Strafe. Auch Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer und die Kennzeichen müssen vor Fahrantritt von Schmutz und Schnee befreit werden. Ebenso sollte das Autodach vom Schnee befreit werden, damit herab fallende Schneemengen den nachfolgenden Verkehr nicht behindern. Außerdem kann beim Bremsen Schnee vom Dach nach vorne auf die Windschutzscheibe rutschen und die Sicht des Fahrers beeinträchtigen. Aus Umweltschutzgründen ist es verboten, Motoren warmlaufen zu lassen. Bei einem Verstoß drohen Bußgelder in Höhe von zehn Euro."


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