Polizei warnt vor falschen Spendensammlern

In Gifhorn sind Betrüger unterwegs, die mit einer perfiden Masche Spenden erschleichen. Die Polizei bittet um Vorsicht.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Marvin König

Gifhorn. Die Polizei in Gifhorn warnt aktuell vor Betrügern, die sich als Spendensammler ausgeben. Am vergangenen Donnerstag waren sie in Weyhausen und Meinersen aktiv, am Samstag erneut in Weyhausen und am heutigen Montagvormittag wieder in Meinersen. Die Täter, drei Personen, gaben vor, Spenden für taubstumme Menschen zu sammeln, indem sie Kunden auf Supermarktparkplätzen Klemmbretter mit vermeintlichen Spendenlisten entgegenhielten.



Diese sogenannte "Klemmbrett-Masche" zielt darauf ab, Passanten zu täuschen, indem die Täter vorgeben, für wohltätige Zwecke zu sammeln. Auf den Listen stehen oft bereits Namen und Beträge, die jedoch gefälscht sind, um Seriosität vorzutäuschen. Während die Opfer gebeten werden, sich einzutragen oder zu spenden, versuchen die Täter, sie abzulenken. In einigen Fällen nutzen sie die Ablenkung, um unbemerkt Bargeld aus den Geldbörsen der Opfer zu stehlen. Die Polizei teilt in einer Presseinformation mit, dass die Täter häufig in Gruppen auftreten und die Hilfsbereitschaft der Menschen ausnutzen.

Polizei sucht weitere Geschädigte


Bisher ist ein Geschädigter namentlich bekannt. Die Polizei ermittelt und sucht nach weiteren möglichen Opfern. Betroffene werden gebeten, sich bei der Polizeidienststelle in der jeweiligen Ortschaft zu melden, in der sie auf die falschen Spendensammler gestoßen sind.

Die Polizei rät, bei spontanen Spendenaufrufen auf Parkplätzen, in Einkaufszentren oder Fußgängerzonen misstrauisch zu sein. Man sollte keine Listen unbekannter Personen unterschreiben und die Geldbörse nicht hervorholen. Es wird empfohlen, sich nicht in Gespräche verwickeln zu lassen und im Zweifel weiterzugehen. Wertsachen sollten dicht am Körper aufbewahrt und Taschen geschlossen gehalten werden. Spenden sollten bevorzugt direkt an bekannte Organisationen über deren offizielle Kanäle erfolgen. Bei verdächtigen Personen oder Situationen sollte umgehend die Polizei informiert werden.

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