Leiferde. „Ein riesiger Stein ist uns vom Herzen gefallen“, berichtet Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum Leiferde erleichtert. Am gestrigen Sonntagvormittag bezog Weißstorch Fridolin sein Nest auf dem Schornstein des Zentrums und sorgte damit für große Freude bei den Mitarbeitern und Storchenfans. Das berichtet der NABU in einer Pressemitteilung.
Nach einem Winter mit zahlreichen Ausbrüchen der Vogelgrippe in Spanien, bei denen Hunderte Störche verendeten, war die Sorge groß. Viele der niedersächsischen Störche überwintern in der Nähe von Madrid. Auch Fridolin hätte betroffen sein können. Doch nun steht fest: Er ist wohlbehalten zurück.
Das neunzehnte Jahr in Folge
Damit ist Fridolin das neunzehnte Jahr in Folge an seinem angestammten Brutstandort anzutreffen. Inzwischen dürfte der erfahrene Storch Mitte bis Ende zwanzig sein. Nach seiner Ankunft gönnte er sich zunächst eine ausgedehnte Ruhepause im Nest, ließ sich von der Sonne wärmen und sammelte Kräfte für die kommende Brutsaison.
Bereits einen Tag zuvor waren zwei weitere Weißstörche an den anderen Nisthilfen des Zentrums eingetroffen. Einer von ihnen schaute am Samstag auch auf dem Schornsteinnest vorbei, kehrte jedoch immer wieder zu seinem eigenen Horst auf der Wiese des Geländes zurück. Nun warten die Storchenmännchen auf die Ankunft ihrer Partnerinnen, bessern ihre Nester aus und trotzen dem noch winterlichen Wetter.
Blick auf die Webcam
Wer das Geschehen rund um Fridolin und seine Artgenossen live verfolgen möchte, kann einen Blick auf die Webcam des Zentrums werfen. Diese ist auf der Internetseite www.nabuzentrum-leiferde.de zu finden. Mit etwas Geduld lassen sich dort spannende Einblicke in das Leben der Weißstörche gewinnen.

