Über 8.000 Menschen im Landkreis erhalten ab 1. Oktober mehr Geld

Das sind 16,4 Prozent der Erwerbspersonen. Am Bahnhof Gifhorn-Süd machte der DGB mit einer Aktion auf die Neuigkeit aufmerksam.

Gunther Wachholz (3. v. li.) mit ehrenamtlichen Mitgliedern des DGB-Kreisverbandes und zwei IG Metall Kollegen aus dem Wohnbezirk Gifhorn.
Gunther Wachholz (3. v. li.) mit ehrenamtlichen Mitgliedern des DGB-Kreisverbandes und zwei IG Metall Kollegen aus dem Wohnbezirk Gifhorn. Foto: DGB-Region SON

Gifhorn. Wer kennt sie nicht, die Aussage „Mehr Brutto vom Netto!“. Richtiger und wichtiger sei der Satz: „Mehr Brutto UND Netto für die, die es am meisten brauchen und verdienen!“, befindet der DGB-Region SüdOstNiedersachsen in einer Pressemitteilung. Für 619.900 Beschäftigte in Niedersachsen ist es jetzt so weit. Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 12 Euro die Stunde. Im Landkreis Gifhorn betrifft dies 8.155 Menschen, das sind 16,4 Prozent der Erwerbspersonen.


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Diese positiven Neuigkeiten, nahm der DGB-Kreisverband Gifhorn zum Anlass, Beschäftigte, Auszubildende und Studierende aus der ganzen Region zu informieren. In den frühen Morgenstunden trafen sich sechs ehrenamtliche Kollegen und überreichten den Pendlern am Bahnhof Gifhorn-Süd kleine Mindestlohn-Care-Pakete mit Infos, Kugelschreibern, Müsli-Powerriegeln und Äpfeln.

"Noch Luft nach oben"


Gunter Wachholz, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes betonte: „Wir Gewerkschafter haben hart und lange dafür gekämpft, dass der Mindestlohn eingeführt wurde und dass er jetzt auf 12 Euro steigt. Das wäre ohne Bundesarbeitsminister Hubertus Heil nicht möglich gewesen. Es gibt aber Luft nach oben. Wir setzen uns weiter für gute Bezahlung und eine stärkere Tarifbindung in unserer Region ein.“

Eindrücklich war die Reaktion von Fahrerinnen aus zwei Gifhorner Taxi-Unternehmen. Beide freuen sich mit ihren Kollegen darauf, mit der Gehaltsabrechnung vom Oktober 2022 mehr Geld zu bekommen.


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