Meinersen. Auf der Jahresversammlung der Samtgemeindefeuerwehr Meinersen machte Sven Mayer auf die negative Mitgliederentwicklung aufmerksam. So schrumpfte die Zahl der aktiven Kräfte in den vergangenen 30 Jahren im Schnitt um sechs bis sieben Mitglieder jährlich.
Auf Anfrage von regionalHeute.de erläuterte Samtgemeindebrandmeister Sven Mayer die Problematik detailliert. Bereits jetzt sei neben den fallenden Mitgliederzahlen, auch das Berufsleben der Freiwilligen ein Problem, da nur noch wenige an ihrem Wohnort arbeiten würden. Entsprechend schwierig sei es schon jetzt, die sogenannte Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten. Daher würden mittlerweile tagsüber auch bei kleineren Einsätzen oftmals drei Feuerwehren alarmiert.
Des Weiteren beschreibt er vor allem höhere Posten innerhalb der Wehr als kaum noch zu leisten, wenn dies neben Beruf und Familie zu organisieren sei. Neben Einsatztaktik und Ausbildung müssten Ortsbrandmeister laut Mayer heute deutlich mehr machen: "Ein Ortsbrandmeister […] ist heute vielmehr der Verwalter vor Ort, der dafür Sorge zu tragen hat, dass Mannschaft und Gerät immer alle Anforderungen erfüllen und einsatzbereit sind, der sich für Fuhrpark und Liegenschaft verantwortlich zeichnet und der auch die notwendigen Dokumentationen von Einsätzen, Prüfungen und Statistiken sowie Bedarfsmeldungen anzufertigen hat."
Den Mitgliederschwund als Warnung begreifen
Sollte sich daran nichts ändern, sieht Mayer weiteren Organisationsaufwand zwischen den Feuerwehren, um ein dauerhafte Alarmbereitschaft aufrecht zu erhalten. Dabei betont er aber, dass dieser Trend als Vorwarnung zu sehen sei, ein akute Gefahr bestehe aktuell und auch in absehbarer Zukunft nicht. Dennoch müssten sich alle Beteiligten, also Verwaltung, Politik und die Feuerwehrmitglieder selbst zusammensetzen und eine Lösung erarbeiten.

