Winterdienst in Gifhorn: Einsatzstunden fast vervierfacht

Die Stadtverwaltung zieht Bilanz über den zurückliegenden Winter und seine Herausforderungen.

Im zurückliegenden Winter waren die Einsatzkräfte vom ASG und Bauhof im Dauereinsatz.
Im zurückliegenden Winter waren die Einsatzkräfte vom ASG und Bauhof im Dauereinsatz. | Foto: Stadt Gifhorn

Gifhorn. Starke, anhaltende Schneefälle und massive Schneeverwehungen, die teils höher waren als die Schneeschilder an den Kleintreckern. Schneemassen, die per Radlader aus der Fußgängerzone gefahren wurden. Und die Einsatzkräfte vom ASG und Bauhof im Dauereinsatz. Ihr Auftrag: Räumen und Streuen. Die Winterdienstsaison 2025/2026 – eine echte Herausforderung, die es in dieser Art seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. Die Stadtverwaltung blickt nun in einer Pressemitteilung auf den vergangenen Winter zurück.



Hans-Oskar Baron, Betriebsleiter des Abwasser- und Straßenreinigungsbetriebes, zieht eine positive Bilanz. „Dank ausreichender Ressourcen und der guten Organisation haben wir die Winterdienstsaison 2025/2026 erfolgreich bewältigt. Wir hatten keine längeren Ausfälle von Fahrzeugen und Personal und die Streumittelversorgung war jederzeit gewährleistet.“ Nach dem Winter sei vor dem Winter – deshalb finde beim ASG auch immer eine Winterdienst-Nachbesprechung statt. „Wir besprechen die Einsätze, analysieren Lob und Kritik, optimieren die Verfahrensabläufe, d.h. wir ändern Reihenfolgen und Prioritäten, und wir passen Streupläne und den Einsatz der Streumittel an. Die Anpassungen sind bereits vorbereitet", fasst der Betriebsleiter die wesentlichen Punkte zusammen.

Bei seinem Besuch beim ASG bedankte sich Bürgermeister Matthias Nerlich für den außerordentlichen Einsatz der Mitarbeiter des ASG und des Bauhofs. „Der Winterdienst war top organisiert und ist top gelaufen“, lobte Nerlich.

Einsatzstunden fast vervierfacht


Dass dieser Winter besonders war, lässt sich nicht nur am Verbrauch der Streumittel, sondern auch am zeitlichen Personaleinsatz ablesen. Rund 775 Tonnen Streusalz und etwa 150 Tonnen Sand-Salzgemisch wurden in diesem Winter ausgebracht. Der Verbrauch lag damit deutlich höher als der Durchschnitt der letzten Jahre. Zum Vergleich: 2024 waren es etwa 200 Tonnen und 2023 etwa 325 Tonnen. Entsprechend höher fielen auch die geleisteten Winterdienststunden in der Zeit vom 1. November 2025 bis 28. Februar 2026 aus: exakt 1.831 Stunden und 13 Minuten. Im Jahr 2024 war der Winterdienst nur 493:05 Stunden im Einsatz, 2023 hingegen 756:20 Stunden.