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Gleichstellungsbeauftragte legt Tätigkeitsbericht vor

von Nino Milizia


Die Gleichstellungsbeauftrage Vera Tietz (zweite von rechts) machte im letzten Jahr unter anderem auf Frauenarmut aufmerksam. Foto: Nino Milizia
Die Gleichstellungsbeauftrage Vera Tietz (zweite von rechts) machte im letzten Jahr unter anderem auf Frauenarmut aufmerksam. Foto: Nino Milizia Foto: Nino Milizia

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11.02.2017

Goslar. Zuletzt wurde immer wieder über die Stellenplanung bezüglich der Gleichstellungsbeauftragen Vera Tietz diskutiert. Vor allem DIE LINKE hatte gefordert, dass aus einer halben mindestens eine dreiviertel Stelle gemacht werde. Ein Tätigkeitsbericht unterstreicht nun diese Notwendigkeit.



Der Bericht bezieht sich auf das komplette Jahr 2016 und bildet die Tätigkeitsfelder von Vera Tietz ab. Die Arbeitsschwerpunkte werden zu Beginn eines jeden Jahres zwischen dem Ersten Stadtrat und der Gleichstellungsbeauftragten besprochen und vereinbart. Diese waren im abgelaufenen Jahr folgende:

Verwaltungsinterne Arbeit, unterstützende Maßnahmen und Kooperationen:


Überprüfung der Ratsvorlagen nach geschlechterrelevanten Aspekten, Teilnahme an Ratssitzungen, Federführende Mitarbeit bei der Erstellung des Gleichstellungsberichtes der Stadtverwaltung 2012 -2015, Regelmäßige Besprechungen mit dem Ersten Stadtrat über Fragen in der Gleichstellungsarbeit, Organisation und Koordination des Zukunftstages (Girl’s Day / Boy’s Day) innerhalb der Stadtverwaltung, Beteiligung an Personalmaßnahmen / Stellenbesetzungsverfahren, Entgegennahme von Anregungen, Beschwerden und Ideen von Bediensteten, Umsetzung des Ratsbeschlusses 2015/281 zu Schildern „frauenORT“ Katharina von Kardoff-Oheimb, Goslar.

Interne Zusammenarbeit / Einbindung in Gremien:


Teilnahme und Mitwirkung an Bebauungsplänen, Gesundheitsmanagement, Elektronisches Zeitmanagementsystem, Organisationsuntersuchung im Fachdienst Kultur, Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterbefragung. Außerdem werden von ihr regelmäßige Teilnahmen an Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses als ständiges Mitglied erwartet.

Öffentlichkeitsarbeit als Methode der Gleichstellungsarbeit in der Kommune:



Mitorganisation der Frauen-Neujahrsbegegnung für Frauen aller Altersgruppen und Nationalitäten, Mitorganisation und Durchführung des Projektes „Frauen frühstücken International“ anlässlich des Internationalen Frauentages, Unterstützung der Mittanz-Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen „One Billion Rising“, Unterstützung der Aktion „Equal Pay Day“ – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Unterstützung des Wettbewerbes „Mein Zukunftstag“ für Jungen und Mädchen im Landkreis Goslar, Organisation und Durchführung einer zweiwöchigen Busplakat-Kampagne gegen Frauenarmut gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Goslar, Mitorganisation und Durchführung des Fachtages „Trauma durch häusliche Gewalt bei Kindern und Jugendlichen“ gemeinsam mit dem Netzwerk „Häusliche Gewalt“, Mitarbeit im Projekt „Café ohne Grenzen“ für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Vienenburg, Mitwirkung bei der Gestaltung und Durchführung der Interkulturellen Woche 2016, Informationssammlung, Auswertung und Stellungnahme zur Aktion „Blauer Weihnachtsmann“ in Goslar, Beteiligung an der TERRE DES FEMMES Fahnenaktion „frei leben - ohne Gewalt“ mit der Fahnenhissung vor dem Verwaltungsgebäude.

Weitere Tätigkeiten waren Vernetzung / Unterstützung von laufenden Projekten, Beratungen (intern und extern), Veröffentlichungen, Informationen (Pressemitteilungen, Bekanntmachungen, Flyer und Plakate), Teilnahme an Fortbildungen, Tagungen und Landes- und Regionalkonferenzen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

Eine lange Liste, welche Vera Tietz in 19,5 Stunden pro Woche abzuarbeiten hat. Die Mehrstunden im Jahr 2016 beliefen sich auf durchschnittlich zirka 35 Stunden pro Monat. Hinzu kommt nun noch die neue Mitwirkungspflicht der Gleichstellungsbeauftragten, nach der sie noch umfassender in verwaltungsinterne Vorhaben und Maßnahmen einbezogen werden soll.

Ob dieser Tätigkeitsbericht zu einem Umdenken der Veranwortlichen führt, bleibt abzuwarten.


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