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Gliesmarode: Bürger besichtigen neue Flüchtlings-Unterkunft



Braunschweig

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Gliesmarode: Bürger besichtigen neue Flüchtlings-Unterkunft

von Jan Weber


Besucher begutachten beim „Tag der offenen Tür" die Wohnanlage in Gliesmarode. Fotos/Video: Jan Weber Foto: Jan Weber

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Braunschweig. Am nächsten Montag wird ein weiterer Wohnstandort für Flüchtlinge im Stadtteil Gliesmarode bezogen. Es ist der vierte Standort für eine dauerhafte Unterbringung, der von der Stadt gebaut wurde. Am Donnerstag konnten Bürger im Rahmen eines „Tag der offenen Tür" das Bauprojekt begutachten.



Mit dem Gebäude am Hungerkamp und den bereits bezogenen Standorten in Melverode, Bienrode und der Gartenstadt, wird den bisher und künftig zugewiesenen Flüchtlingen ermöglicht, endlich in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Die Wohnungen sind zweckmäßig, lassen den Menschen Privatsphäre und sind von Einrichtung und Gestaltung her so beschaffen, dass sich die Bewohner auch über einen längeren Zeitraum dort wohlfühlen können. Grundsätzlich sollen sie während der Dauer ihrer Asylverfahren in den dezentralen Wohnstandorten leben und anschließend je nach Möglichkeit den freien Wohnungsmarkt nutzen.

Schlicht und einfach


26 Wohneinheiten für entweder zwei, vier oder sechs Personen bietet das Gebäude in Gliesmarode. Jede Wohnung verfügt über eigene Sanitäranlagen und eine Kochzeile. Beide jeweils mit einer Grundausstattung. Zehn Quadratmeter stehen jedem Flüchtling zur Verfügung. Hinzu kommen die Gemeinschaftsflächen von etwa 170 Quadratmeter und ein Innenhof. Die Wohnkomplexe sollen verhältnismäßig mit Familien mit Kindern, Ehepaaren und Alleinreisenden belegt werden. Die Betreuung der einzelnen Komplexe erfolgt durch städtisches Personal. Zunächst ist unter Einbeziehung eines externen Sicherheitsdienstes ein Ansprechpartner rund um die Uhr vor Ort.



Hier sieht man rechts die Kochzeile und im Hintergrund die sanitäre Anlage. Foto: Jan Weber



Die Wohnungen sind mit einfachen und robusten Materialien wie zum Beispiel Linoleumböden ausgestattet. Durch eine einfache und modulare Bauweise, die Beschränkung auf wenige Materialien und die Minimierung von Erschließungsflächen konnte das Gebäude schnell und mit überschaubaren finanziellen Mitteln fertiggestellt werden. Rund 3,1 Millionen Euro zuzüglich 140.000 Euro Erschließungskosten hat der Bau in Gliesmarode gekostet.

Mit der Fertigstellung des Gebäudes in Gliesmarode sind nun alle bisher zugewiesenen und unterzubringenden Flüchtlinge in den Wohnstandorten untergebracht. 100 Personen wohnen aufgrund ihrer besonderen Schutzwürdigkeit in dezentralen Wohnungen, die die Stadt angemietet hat. Ein weiterer Personenkreis wohnt bei Verwandten und Bekannten oder hat sich nach Anerkennung selbst mit Wohnraum versorgt.

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