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Glocken der St.-Bernward-Kirche sind aus Bayern zurückgekehrt



Peine

Glocken der St.-Bernward-Kirche sind aus Bayern zurückgekehrt


Die Glocke ist nun wieder dort, wo sie hin gehört. Foto: Kirchenkreis Peine
Die Glocke ist nun wieder dort, wo sie hin gehört. Foto: Kirchenkreis Peine Foto: Kirchenkreis Peine

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Eddesse. Im April begannen umfangreiche Arbeiten am Turm der St.-Bernward-Kirche. Ein großes Gerüst zeugte von reger Bautätigkeit. In diesem Zusammenhang wurden auch die Glocken aus dem Turm herabgelassen. Diese wurden nach Bayern in die Nähe von Passau transportiert und bekamen eine neue Krone, mit der die Aufhängerichtung verändert werden kann.



„Heute sind nun die Glocken zurück nach Eddesse gekommen. Dazu gehört auch „Anna“, die aus dem Jahr 1511 stammt und mit eine der ältesten Glocken des Kirchenkreises ist“, erklärt Pastorin Frauke Lange, die sich auf der Baustelle am Dienstagnachmittag selbst ein Bild vom Fortgang der Arbeiten machte. „Das ist der Sound des Spätmittelalters“, schwärmte Andreas Philipp, Glockensachverständiger der Landeskirche Hannovers, als probeweise die Glocken erklangen. Dann kletterte er mit Architekt Wolfgang von Reitzenstein vom Amt für Bau und Kunstpflege der Landeskirche und Pastorin Lange in schwindelnde Höhen. Schließlich musste die frisch sanierte Glocke auf ihren Klang hin geprüft, vermessen und die Inschrift erfasst werden.

Letzteres gestaltete sich außen am Turm schwierig, denn das Baugerüst verdeckte einen Teil der Buchstaben. Doch mit Taschenlampe, Kamera und etwas Akrobatik auf dem Gerüst ließ sich fast alles ermitteln, unter anderem, dass auf der Glocke Anno Domini 1511 steht. Im Turm wurde ebenfalls noch kräftig gewerkelt. Zimmerleute ersetzen gerade die faulen Balken des Holztragwerkes und erneuern die Sparrenfüße. Weiterhin werden schwache Querbalken verstärkt. Nach Abschluss der Zimmerarbeiten werden dann die erneuerten Schieferplatten, die restaurierte Turmuhr, sowie die Wetterfahne und das Kreuz am Turm angebracht.

Spender für Vergoldung der Uhrzeiger gesucht


Die Sanierung des Turms wird aus finanziellen Mitteln der Landeskirche Hannover und des Kirchenkreises Peine getragen. Die Kosten für die Reparaturmaßnahmen an der Turmuhr und der Glocke „Anna“ belaufen sich auf rund 20.000 Euro. Diese finanziert die Kirchengemeinde aus zahlreichen Spenden zugunsten des Projektes „Alle für Anna“. „Für Sonnabend, 19. August, laden wir heute schon um 13 Uhr zur Glockenweihe mit Superintendent Dr. Volker Menke und anschließendem Baustellengrillen ein! Außerdem würden wir uns freuen, wenn sich noch weitere Spender finden, denn für Arbeiten wie das Vergolden der Uhrzeiger brauchen wir noch Geld“, schließt Pastorin Lange.


Die Turmsanierung schreitet weiter voran. Foto: Kirchenkreis Peine



Wer das Projekt „Alle für Anna“ unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Spendenkonto der Kirchengemeinde tun. IBAN: DE26 5206 0410 0100 0063 43 BIC: GENODEF1EK1 Verwendungszweck: „Spende Glocke Anna“. Um Spendenbescheinigungen ausstellen zu können, bittet die Kirchengemeinde um Angabe der Adresse.


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