Göttingen: Zahl der Straftaten gesunken - Messerangriffe nehmen zu

Die Polizeiinspektion Göttingen hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt.

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Polizei (Archiv)
Polizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Göttingen. Die Polizeiinspektion Göttingen hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Demnach wurden im Zuständigkeitsbereich der Inspektion 23.166 Straftaten registriert, was einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.


Die Aufklärungsquote sank jedoch leicht auf 58,35 Prozent und liegt damit unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt. Das teilten der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Oliver Tschirner, und seine Vertreterin Vicky Berkhan am Freitag mit. Während bei vielen Delikten Rückgänge verzeichnet wurden, stiegen die Fallzahlen in einigen Bereichen deutlich an.

So nahmen Messerangriffe um 25 Prozent auf 127 Taten zu. Bei Wohnungseinbrüchen gab es einen Anstieg um 31 Prozent.

Positiv entwickelten sich hingegen die Zahlen bei Fahrraddiebstählen, die um 35 Prozent zurückgingen, sowie bei Angriffen auf Polizeibeamte und Rettungskräfte, die um 24 Prozent sanken. Auch die Fallzahlen bei häuslicher Gewalt und in der Jugenddelinquenz gingen zurück. Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn führte den Gesamtrückgang unter anderem auf die gute Arbeit der Polizei und die Entkriminalisierung von Cannabiskonsum zurück.

Zugleich betonte sie die Bedeutung der kürzlich eingerichteten Waffenverbotszone in der Göttinger Innenstadt als Reaktion auf die gestiegene Zahl von Messerangriffen. Inspektionsleiter Marco Hansmann zeigte sich erfreut über den Trend, wies aber darauf hin, dass die weiterhin hohen Fallzahlen in einigen Bereichen nicht hinnehmbar seien.


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