Auf Campingplatz im Harz wurde ein Riesen-Schneemann gebaut

Mit Hut misst die Figur in Hahnenklee über 11 Meter. Welche Idee dahinter steht und was die "Sendung mit der Maus" damit zu tun hat, verrät Campingplatz-Betreiberin Lydia Böttcher.

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Der fertige Schneemann misst mit Hut über 11 Meter.
Der fertige Schneemann misst mit Hut über 11 Meter. | Foto: Campingplatz Kreuzeck

Goslar. Hahnenklee, der Goslarer Ortsteil im Oberharz, ist um eine Attraktion reicher. Auf dem Gelände des Campingplatzes Kreuzeck steht seit Samstag ein Riesen-Schneemann. Welche Idee dahinter steht und was die "Sendung mit der Maus" damit zu tun hat, verrät Campingplatz-Betreiberin Lydia Böttcher im Gespräch mit regionalHeute.de.



Die Zahlen sind beeindruckend: Die Figur misst samt Hut - der aus einer Litfaßsäule besteht - 11,5 Meter. Über 300 Kubikmeter Schnee wurden verbaut. Rund 20 Helfer waren sieben Stunden im Einsatz. Und das allein für den Aufbau. Einige Accessoires wurden bereits im Vorfeld gefertigt, wie der 15 Meter lange und aus 6,5 Kilometern Wolle bestehende Schal.

Größter Schneemann Norddeutschlands?


"Möglicherweise ist dies der größte Schneemann Norddeutschlands", vermutet Lydia Böttcher. Doch die Frage "Wer baut den größten Schneemann" sei nicht der Punkt gewesen, um den es bei der Aktion ging. Die Idee habe schon seit einigen Jahren existiert und stamme von Lydia Böttchers Partner Lars Ruhm. Der Campingplatz habe rund 50.000 Quadratmeter Fläche. In jedem Winter sei beim Schneeräumen die Frage aufgekommen, ob man mit dem Schnee nicht mal etwas anfangen könne.

Zum Bau wurden einige Hilfsmittel benötigt.
Zum Bau wurden einige Hilfsmittel benötigt. Foto: Campingplatz Kreuzeck


Die Idee, einen großen Schneemann zu bauen, habe da auf der Hand gelegen. Und bei der Recherche, wie man so etwas in diesen Dimensionen überhaupt umsetzen kann, sei man auf die "Sendung mit der Maus" gestoßen. Dort habe es einen Beitrag über den Ort Bischofsgrün im Fichtelgebirge gegeben, wo man regelmäßig so eine Aktion durchführe. Dies habe auch als Anleitung für den Bau des Schneemanns gedient.

Es wurde zusätzlicher Schnee benötigt.
Es wurde zusätzlicher Schnee benötigt. Foto: Campingplatz Kreuzeck


Hilfe von der Feuerwehr


Und dies ist in der Tat gar nicht so einfach. Unterstützung gab es unter anderem von der Freiwilligen Feuerwehr. Ein Radlader kam zum Einsatz, mit gefrierendem Wasser, Gerüstbohlen und Spanngurten wurden die oberen Kugeln während des Baus stabilisiert. Zudem musste zusätzlicher Schnee aus dem Ort herangeschafft werden. Letztlich konnten Lydia Böttcher und Lars Ruhm mit ihren Helfern aber stolz zum neuen "Campingplatz-Bewohner" aufschauen. Und angesichts des derzeitigen Wetterberichts dürfte der Riesen-Schneemann auch noch einige Zeit erhalten bleiben.

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