Chaos bei Pflegekosten ausgebrochen: Anträge fluten Verwaltung

Preise für Heimbewohner steigen um bis zu 800 Euro pro Monat - der Landkreis kommt mit der Bearbeitung von Anträgen auf Hilfe nicht hinterher.

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Symbolbild Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Goslar. Bei den Pflegekosten im Landkreis gibt es dramatische Entwicklungen. Die enormen Steigerungen bei den Versorgungskosten in den Alten- und Pflegeheimen hätten zu einer Vervielfachung der Anträge auf Hilfen für eine Pflegeheimunterbringung geführt, teilte die Kreisverwaltung am heutigen Freitag mit.


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Auslöser für den massiven Anstieg sei unter anderem die Verpflichtung der Pflegeheimbetreiber ihr Personal nach Tarif beziehungsweise in entsprechender Anlehnung zu entlohnen. "Diese erhöhten Kosten werden nun an die Heimbewohner weitergegeben", so der Landkreis. Der zum 1. Januar 2022 eingeführte Leistungszuschlage der Pflegekasse, dessen Höhe in Abhängigkeit zur Verweildauer in der Einrichtung ausfällt, kann diese Mehrkosten nach Angaben der Verwaltung auch nicht auffangen. Viele der Bewohner, die bislang ohne die Inanspruchnahme von Sozialhilfe ausgekommen sind, müssten nun einen Antrag auf Unterstützung stellen. Darüber hinaus sei mit Blick auf allgemeine Steigerungen der Lebenshaltungs- und Energiekosten mit weiteren Kostenerhöhungen zu rechnen. Dies dürfte ebenfalls Auswirkungen auf die Antragsstellung haben.

Landkreis sieht Lohnanpassung positiv


"Die Lohnanpassungen im Pflegesektor begrüßen wir ausdrücklich", sagte die Erste Kreisrätin Regine Breyther. "Dies führt bei uns aber nun auch zu einer deutlichen Mehrbelastung, die wir nicht von heute auf Morgen kompensieren können." Sie bitte daher um Verständnis bei allen Antragsstellern, dass die Bearbeitung und Bewilligung länger dauere als üblich. Um die gestellten Anträge schnellstmöglich bearbeiten zu können, bittet der Landkreis um zeitgerechte und vollständige Vorlage aller notwendigen Unterlagen zusammen mit dem Sozialhilfeantrag.


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