Goslar. Die seit Jahren diskutierte Sanierung der ehemaligen Mergelgrube auf dem Goslarer Fliegerhorstgelände beginnt am kommenden Montag. Darüber informiert der Landkreis in einer Pressemitteilung.
Auf dem rund 7.000 Quadratmeter großen Waldgrundstück sei vor etwa neun Jahren rund 22.000 Kubikmeter Aushubboden aus Erschließungsmaßnahmen nicht ordnungsgemäß abgelagert worden. Unter dem Bodenlager befinde sich eine Altablagerung aus der Zeit der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes. Aufgrund der davon ausgehenden Gefährdung für das Grundwasser ist laut Landkreis die Sanierung mittels Bodenabdeckung notwendig. Nach intensiven Diskussionen über das optimale Vorgehen haben das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, der Landkreis Goslar und die Stadt Goslar nun ein von einem unabhängigen Gutachter erarbeitetes Entsorgungskonzept genehmigt. Die Sanierung erfolgt ab sofort in enger Abstimmung zwischen den Behörden und dem erschließenden Unternehmer.
So soll die Sanierung ablaufen
Der Sanierungsablauf sehe vor, zunächst die vorhandenen Sträucher zurückzuschneiden. Die natur- und artenschutzfachlichen Belange seien zuvor fachgutachterlich abgestimmt worden. Der Waldbestand bleibe unangetastet. Das unbedenkliche Bodenmaterial – so sehen es die Planungen vor – werde vor Ort verwendet, um die Altablagerung – eine Altlast aus der Zeit des Fliegerhorstes – zu überdecken. Ziel sei es, durch eine spezielle Profilierung der Oberfläche und Ableitung von Regenwasser das Eindringen von Schadstoffen ins Grundwasser zu verhindern. Die Arbeiten sollen durch einen Bodengutachter begleitet und der verwendete Boden laufend geprüft werden. Belastetes Bodenmaterial werde einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt.
Begrünung geplant
Nach Abschluss der Maßnahme soll sich die Fläche wieder begrünen und langfristig als Teil des Grüngürtels um das Gelände erhalten bleiben. Die Sanierung sei notwendig, da das Gelände nach behördlichen Untersuchungen mit Schadstoffen belastet sei, was eine erhebliche Umweltgefährdung darstelle. Mit der nun abgestimmten Vorgehensweise werde ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung und Sicherung des Standortes im Sinne von Umwelt- und Gesundheitsschutz umgesetzt.
