Goslar. Goslar ist erneut der Nabel der Welt – zumindest für alle Experten in Sachen Verkehrsrecht. Mit einer feierlichen Eröffnung in der historischen Kaiserpfalz hat heute der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) begonnen.
Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner begrüßte rund 600 Gäste aus dem In- und Ausland und unterstrich die Bedeutung des Verkehrsgerichtstags als zentrales Forum für aktuelle und zukünftige verkehrsrechtliche Fragestellungen. Auch der Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstags, Professor Dr. Ansgar Staudinger, hob in seiner Ansprache die besondere Rolle der Tagung für die
Weiterentwicklung des Verkehrsrechts hervor.
Tolle Zusammenarbeit mit der Stadt Goslar
Mit Blick auf die enge und langjährige Zusammenarbeit mit der Stadt Goslar bekräftigte er zugleich die Verbundenheit des Verkehrsgerichtstags mit dem Tagungsort: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Zugleich dankte er der Stadt für die verlässliche Unterstützung: „Wir arbeiten Hand in Hand zusammen – jeder Wunsch wird möglich gemacht.“
Professor Dr. Ansgar Staudinger, Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstags, eröffnet den 64. Deutschen Verkehrsgerichtstag in der Kaiserpfalz. Foto: Stadt Goslar
Den Plenarvortrag hielt Jens Rommel, Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof. Unter dem Titel „Das Auto als Waffe? – Zur strafrechtlichen Bewertung der Verwendung von Kraftfahrzeugen für verbotene Rennen, Amokfahrten und terroristische Anschläge“ setzte er inhaltlich einen markanten Akzent zum Auftakt des Kongresses.
Mit insgesamt 1.764 angemeldeten Teilnehmern setzt der Deutsche Verkehrsgerichtstag seine Erfolgsgeschichte fort. Oberbürgermeisterin Schwerdtner betonte die Bedeutung der Veranstaltung für Goslar und darüber hinaus: „Der Deutsche Verkehrsgerichtstag ist längst mehr als eine Fachtagung. Er ist ein zentraler Ort des rechtspolitischen Diskurses, dessen Empfehlungen seit Jahrzehnten Gesetzgebung,
Rechtsprechung und Praxis prägen. Gerade vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen in der Mobilität bleibt dieses Forum unverzichtbar.“
Begleitet wird der Verkehrsgerichtstag von zahlreichen Veranstaltungen im Stadtgebiet. Stadtführungen, kulturelle Angebote sowie ein abendlicher Dämmerschoppen ergänzen das fachliche Programm. Ein traditioneller Höhepunkt ist der Empfang der niedersächsischen Landesregierung im Besucherbergwerk Rammelsberg am Vorabend der Eröffnungsveranstaltung. Dort würdigte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Goslar und dem Deutschen Verkehrsgerichtstag.
