In diesen beiden Straßen gilt bald probeweise Tempo 30

Verkehrssicherheit erhähen und Wohnqualität verbessern – so lauten die Ziele der Stadtverwaltung.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Alexander Panknin

Goslar. Die Stadt Goslar richtet ab Donnerstag, 9. April, probeweise eine Tempo-30-Zone in den Straßen Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee ein. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Wohnqualität im Stadtteil Ohlhof nachhaltig zu

verbessern. Das kündigt die Stadtverwaltung jetzt in einer Pressemitteilung an.


Dabei werde die bisherige Vorfahrtsregelung an Einmündungen innerhalb der Zone angepasst. Künftig gilt dort grundsätzlich „rechts vor links“. An Einmündungen zu verkehrsberuhigten Bereichen bleibt die bestehende Vorfahrtsregelung unverändert bestehen. Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere in der Anfangsphase, um erhöhte Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Auf den Einsatz von ahndungsfähigen Geschwindigkeitsmessungen wird bewusst verzichtet.


Geschwindigkeit soll sinken


Stattdessen erfolgen regelmäßige statistische Erhebungen über mehrere Tage hinweg, um die tatsächliche Wirkung der Maßnahme zu bewerten. Ziel ist es, die Geschwindigkeit auf ein sogenanntes V85-Niveau von maximal 36 km/h zu senken – also die Geschwindigkeit,

die von den ersten 85 Prozent der Verkehrsteilnehmenden nicht überschritten wird. Sollte dieses Ziel erreicht werden, ist eine dauerhafte Einrichtung der Tempo-30-Zone vorgesehen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten 238 Einwohner aus Ohlhof ihre Unterstützung für eine Verkehrsberuhigung durch eine Unterschriftenliste zum Ausdruck gebracht. Das Vorhaben wird sowohl vom Stadtteilverein Ohlhof als auch vom Rat der Stadt Goslar getragen, der zusätzlich die Prüfung einer möglichen Umsetzung beauftragt hatte.

Nach umfassender Beurteilung durch die zuständigen Stellen – darunter die Straßenverkehrsbehörde, die Polizei sowie der Straßenbaulastträger – und der Entscheidung des Rates, die betroffenen Straßen aus dem sogenannten Vorbehaltsnetz zu entlassen, wird die Tempo-30-Zone zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten eingerichtet. Die Stadt Goslar appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, durch umsichtiges Fahrverhalten aktiv zur Verkehrsberuhigung beizutragen. Insbesondere sollen dadurch die
Sicherheit und Lebensqualität für Fußgänger und Radfahrer nachhaltig verbessert werden.

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