Land fördert Machbarkeitsstudie zur Kreislaufwirtschaft im Landkreis Goslar

Die Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt überreichte nun die Förderbescheide an Landrat Dr. Alexander Saipa.

Übergabe der Förderbescheide im Kreishaus (von links): Sandra Lindemann ((Regionalmanagerin Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen), Dr. Daniel Tomowski (WiReGo), Paula Burfeind (TU Clausthal), Prof`in Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk (Department Sustainable Industrial Ecosystems an der TU Clausthal), Dr. Kais Rasenack (TU Clausthal), Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt, Landrat Dr. Alexander Saipa und Phuong Dang-Böttcher (Koordinatorin Zukunftsregionen beim Landkreis Goslar).
Übergabe der Förderbescheide im Kreishaus (von links): Sandra Lindemann ((Regionalmanagerin Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen), Dr. Daniel Tomowski (WiReGo), Paula Burfeind (TU Clausthal), Prof`in Dr. Ani Melkonyan-Gottschalk (Department Sustainable Industrial Ecosystems an der TU Clausthal), Dr. Kais Rasenack (TU Clausthal), Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt, Landrat Dr. Alexander Saipa und Phuong Dang-Böttcher (Koordinatorin Zukunftsregionen beim Landkreis Goslar). | Foto: Landkreis Goslar

Goslar. Der Landkreis Goslar, die Wirtschaftsförderung Region Goslar (WiReGo) und die Technische Universität Clausthal starten gemeinsam ein zukunftsweisendes Projekt zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Mit einer über das Land geförderten Machbarkeitsstudie werden jetzt neue Ansatzpunkte gesucht, wie Unternehmen in der Region Rohstoffe besser nutzen, Kosten senken und gleichzeitig das Klima schonen können. Am (heutigen) Dienstag überreichte die Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt die Förderbescheide an die Projektpartner. Das berichtet der Landkreis Goslar in einer Presseinformation am heutigen Dienstag.



Bei der Übergabe der Förderung unterstrich die Landesbeauftragte die Bedeutung des Projekts: „Mit dieser Studie setzen wir ein starkes Zeichen für Innovation und Nachhaltigkeit in Südostniedersachsen. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zeigt, wie regionale Entwicklung und Klimaschutz Hand in Hand gehen können.“, so Dr. Ulrike Witt.

Experten untersuchen Strukturen


„Der Landkreis Goslar beschäftigt sich bereits intensiv mit Kreislaufwirtschaft. Die Erkenntnisse der Machbarkeitsstudie werden wir als Entscheidungsgrundlage für zukünftige wirtschaftsfördernde Maßnahmen heranziehen“, unterstrich Landrat Dr. Alexander Saipa die Bedeutung dieses Projektes. „Damit schaffen wir Synergien für die Wirtschaftsförderung und eine sinnvolle Ergänzung zu bereits bestehenden Initiativen im Landkreis rund um die Circular Economy.“, ergänzt Dr. Daniel Tomowski von der WiReGo.

In den kommenden zwölf Monaten werden Expertinnen und Experten unter wissenschaftlicher Leitung von Professorin Ani Melkonyan-Gottschalk (TU Clausthal) die wirtschaftlichen Strukturen und Produktionsprozesse im Landkreis Goslar systematisch untersuchen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse sogenannter Stoffströme – also der Wege, die Materialien und Rohstoffe innerhalb und zwischen Unternehmen nehmen, von der Anlieferung über die Verarbeitung bis hin zum fertigen Produkt und möglichen Abfällen. Ziel ist es, über ein Bewertungsmodell konkrete Möglichkeiten für neue Kooperationen zwischen Unternehmen aufzuzeigen. Dieses Modell soll später auch durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises genutzt werden, um geeignete Vorhaben zu erkennen und zu fördern.

Kreislaufwirtschaft hat besondere Bedeutung


Die Kreislaufwirtschaft sei für den Landkreis Goslar von besonderer Bedeutung, da sie die regionale Wirtschaft stärkt, neue Arbeitsplätze schafft und den Ausstoß von klimaschädlichem CO₂ verringert. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen aber nicht nur dem Landkreis Goslar helfen, sondern auch die Region voranbringen, dies kündigt Professorin Ani Melkonyan-Gottschalk an: „Das Projekt ist so ausgerichtet, dass die Methodik der Studie auf andere Regionen übertragbar ist. Damit ist unsere Studie auch für andere Kommunen in Südostniedersachsen interessant.