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Ostermarsch in Goslar: "Schluss mit Krieg und Terror"



Ostermarsch in Goslar: "Schluss mit Krieg und Terror"

von Alec Pein


Ostermarsch 2016 in Goslar unter dem Motto "Schluss mit Krieg und Terror!". Fotos: Alec Pein
Ostermarsch 2016 in Goslar unter dem Motto "Schluss mit Krieg und Terror!". Fotos: Alec Pein

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Goslar. "Schluss mit Krieg und Terror!" lautete das Motto der Demonstration am Ostersamstag: Der DGB-Kreisvorstand hatte aus aktuellem Anlass alle Engagierten aus Gewerkschaften und anderen Organisationen dazu aufgerufen, für den Frieden zu demonstrieren und über die brisante Weltlage zu informieren. Rund 60 Teilnehmer zogen so vom Bahnhof, über die Bähringerstraße und Vititorwall zur abschließenden Kundgebung vor das ehemalige Standesamt in der Rosentorstraße.

Hier begrüßte die Goslarer DGB-Kreisvorsitzende Susanne Ohse die Teilnehmer und sprach einige einleitende Worte: Mit schätzungsweise 80 Städten in ganz Deutschland fände der traditionelle und pazifistisch motivierte Ostermarsch, dessen Ursprung bei den britischen Atomwaffengegnern der 1950er Jahr liege, in diesem Jahr statt. Anlässe an diesem Ostersamstag für den Frieden zu demonstrieren: Die Beteiligung Deutschlands am Syrienkrieg, der Umgang mit Flüchtlingen aus Afghanistan oder die Tatsache, dass sich noch immer Atomwaffen in Deutschland befinden. Die folgenden Redner setzten sich in ihren Beiträgen ebenfalls kritisch mit der aktuellen Weltlage auseinander.



Bernd Krage-Sieber weist in seinem gedichteten Vortrag auf die wirtschaftlichen Zwecke der Kriege hin. Stets getarnt als Friedensaktivität, nütze der Krieg vor allem den Spitzen der Wirtschaft.

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Natig Mammadov (Interkulturelles Forum Goslar) über die Rolle der Türkei:

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Karsten Färber sprach als Kriegsdienstverweigerer und fragt, inwiefern die Teilnahme am Krieg richtig oder gerecht sein kann:

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Beitrag von Milad Djoja zu Krieg und Leid in der Welt und über Afghanistan, wo seit Jahren Unschuldige sterben würden und dennoch von Politikern behauptet werde, es sei ein sicheres Herkunftsland:

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Im Laufe der Veranstaltung kam es auch zu einer Störung von einem, wie sich später herausstellte, bekannten Neonazi. Während der Redebeiträge bewegte sich dieser auffällig nah hinter den Rednern und filmte die Demonstrationsteilnehmer von vorne. Die Versammlungsleiterin forderte ihn daraufhin auf dieses zu unterlassen, was er wiederum verweigerte. Erst nach Aufforderung wurde auch die Polizei tätig und konnte einen Platzverweis durchsetzen. Michael Ohse (Die Linke) wies zum Ende der Veranstaltung darauf hin, dass der Landesvorstand der NPD in Goslar eine Demonstration am 3. April angemeldet habe. Einige Wochen später, am 23. April,  soll "Die Rechte" sich ebenfalls angekündigt haben. Das Goslarer Bündnis Gegen Rechts habe bereits Gegenveranstaltungen angemeldet., so Ohse.


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