Recherche statt Sehusa-Fest: Museum ruft zu Erinnerungsprojekt auf

Bürgerinnen und Bürger werden aufgerufen, ihre eigenen Erinnerungen, Dokumente und Fotos für die Erstellung eines Erinnerungsarchives zur Verfügung zu stellen.

Kurz nach dem tausendjährigen Bestehen der Stadt Seesen fand das Sehusafest zum ersten mal statt.
Kurz nach dem tausendjährigen Bestehen der Stadt Seesen fand das Sehusafest zum ersten mal statt. | Foto: Stadt Seesen

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Seesen. In wenigen Tagen wäre es wieder so weit gewesen. Doch die Corona-Pandemie macht in diesem Jahr auch nicht vor einer Seesener Tradition Halt: das Sehusa-Fest, das jedes Jahr tausende Besucher in die Harzstadt lockt, muss 2020 ausfallen. Das Städtische Museum ruft jetzt zu einem Rechercheprojekt auf: Für das Stadtgedächtnis und zukünftige Generationen sollen im Stadtarchiv möglichst viele Zeugnisse, Dokumente und Erinnerungen gesammelt und zusammengetragen werden, die Auskunft geben können, wie es damals war. Hierzu ruft die Stadt Seesen in einer Pressemitteilung auf.


Das erste Sehusa-Fest hatte genau vor 45 Jahren auf Initiative von Elisabeth Paetz-Kalich stattgefunden. Sie war auch ein Jahr zuvor, bei der Tausendjahrfeier Seesens 1974, maßgeblich an der Gestaltung und Organisation des historischen Festumzugs beteiligt gewesen. Daraus, so ihre Idee, könnte nun ein jährlich stattfindendes Historienfest entstehen, bei dem die Seesenerinnen und Seesener zu Darstellern ihrer eigenen Geschichte werden sollten. Die Idee setzte sich durch, und so feiert und spielt die Harzstadt seitdem jährlich am ersten Septemberwochenende ihre eigene Geschichte.

Ein Langzeitprojekt zum Erinnern


Nicht mehr lange, und diese Traditionsveranstaltung selbst kann einen runden, den fünfzigsten Geburtstag feiern. Grund genug für Dirk Stroschein, Leiter des Städtischen Museums, bereits jetzt ein Langzeitprojekt zu starten, bei dem er sich erhofft und dazu aufruft, dass möglichst viele Seesenerinnen und Seesener mitmachen werden.


Für das Stadtgedächtnis und zukünftige Generationen sollen im Stadtarchiv möglichst viele Zeugnisse, Dokumente und Erinnerungen gesammelt und zusammengetragen werden, die Auskunft geben können, wie es damals war. Damals, zunächst bei der Tausendjahrfeier 1974, und seitdem bei den zahlreichen Sehusa-Festen. Deshalb gehe der Appell an alle diejenigen, die Bilder, Filme, Flugblätter und Werbematerialien, sonstige Dokumente und persönliche Erinnerungen als Mitwirkende oder Besucher beisteuern können und wollen, sich an das Städtische Museum zu wenden.

Das Museum macht ebenfalls mit


Ziel sei es, diese Erinnerungsstücke zu sammeln und zu bewahren, aber auch zur fünfzigsten Wiederkehr der Tausendjahrfeier oder des ersten Sehusa-Festes eine Dokumentation und Ausstellung zu erstellen. Vor kurzem fiel im Museum selbst der Startschuss, für dieses Vorhaben die eigenen Bestände, das selbst Gesammelte und in der Vergangenheit von Bürgern Gestiftete zu sichten und zusammenzutragen. Tatkräftige Unterstützung erhielt der Museumsleiter dabei von der städtischen Auszubildenden Stefanie Draber, die im Zeitungsarchiv systematisch Einträge zur Tausendjahrfeier recherchierte und dokumentierte.

Weitere Informationen sind erhältlich und Kontaktaufnahme ist möglich unter Tel.: 05381-48891 und E-Mail: museum@seesen.de