Schutzgebiet betroffen - Darf das Naturhotel gebaut werden?

Der Rat der Stadt Goslar entscheidet am 28. Juni, ob Teile des umliegenden Schutzgebietes für das Hotel weichen sollen.

von Till Siebert


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Symbolbild Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hahnenklee-Bockswiese. Die Prien Holding GmbH hat das Grundstück an der Lautenthaler Straße 36 erworben und plant dort zunächst den Abriss des bestehenden Hotels und anschließend den Neubau einer Hotelanlage. Aktuell trägt das geplante Gebäude den Arbeitstitel „Naturhotel Waldgarten“. Nun hat die Stadt einen Antrag zur Entlassung einer zugehörigen Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) gestellt. Zunächst wird die Planung für das Bauvorhaben in die zuständigen Ausschüsse gehen, daraufhin entscheidet der Rat der Stadt Goslar am 28. Juni, ob er der Beschneidung des Schutzgebietes zustimmt.


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Das ehemalige Hotel am westlichen Ende der Lautenthaler Straße steht seit etlichen Jahren leer. Eine Sanierung käme aus wirtschaftlichen Gründen nicht infrage, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Bisherige Ideen zu Nachnutzung hätten sich als nicht realisierbar herausgestellt, sodass sich mit dem Leerstand ein immer deutlicher werdender städtebaulicher Missstand verfestigt habe.

Schutzgebiet betroffen


Zur Umsetzung des Konzeptes sei es allerdings erforderlich, direkt an das bisherige Baugrundstück angrenzende Flächen aus dem LSG freizugeben. Nach Beginn eines Entlassungsverfahrens sollen seitens des Vorhabenträgers weitere, den Standards der Unteren Naturschutzbehörde entsprechende Untersuchungen beauftragt und nachgereicht werden.

Ökologische Vorstudie wurde angefertigt


In diesem Rahmen soll auch überprüft werden, ob der bei Neubauvorhaben inzwischen standardmäßig geforderte Waldabstand nötig wird. Eine ökologischen Vorstudie hat die Ingenieursgesellschaft M&P bereits angefertigt. Die 6.000 Quadratmeter große Fläche befindet sich zwischen Hotel und einem frequentiert genutzten Wanderweg. Durch den geplanten Bau auf der Fläche werde der momentane Baumbestand des Waldes "nur geringfügig reduziert", heißt es dort.


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